Spiele
Rockstar Games erneut gehackt
Rockstar Games wurde erneut Ziel eines Hackerangriffs. Laut Unternehmen wurden nur begrenzte interne Daten betroffen, ohne Auswirkungen auf Spieler oder Betrieb.
Der Entwickler hinter Grand Theft Auto wurde erneut Ziel eines Cyberangriffs. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren verschaffen sich Angreifer Zugriff auf interne Systeme. Dieses Mal sollen Server betroffen sein, die über einen externen Cloud-Anbieter betrieben werden.
Die Meldung wurde zuerst von Cybersecurity-Medien aufgegriffen. Kurz darauf meldete sich auch die Hackergruppe selbst zu Wort. In veröffentlichten Beiträgen behaupten die Angreifer, sie hätten Zugriff auf Daten erhalten und drohen mit einer Veröffentlichung, falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden.
Rockstar reagiert deutlich zurückhaltender. Gegenüber der BBC erklärt das Unternehmen, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf die Organisation oder die Spieler habe. Diese Aussage steht im klaren Kontrast zu den Drohungen der Angreifer.
Angriff über Drittanbieter Infrastruktur
Nach aktuellem Stand erfolgte der Zugriff nicht direkt über interne Systeme von Rockstar Games. Stattdessen nutzten die Angreifer offenbar eine Schwachstelle bei einem Drittanbieter. Diese Cloud-basierte Infrastruktur wird von vielen Unternehmen genutzt, was solche Angriffe besonders brisant macht.
Ein Sprecher von Rockstar bestätigt, dass nur eine begrenzte Menge an nicht kritischen Unternehmensdaten betroffen sei. Wörtlich heißt es, dass „eine begrenzte Menge nicht wesentlicher Unternehmensinformationen“ eingesehen wurde.
Diese Formulierung deutet darauf hin, dass weder sensible Spielerdaten noch zentrale Entwicklungsinhalte kompromittiert wurden. Dennoch bleibt unklar, welche Daten konkret betroffen sind.
ShinyHunters bekennt sich zum Angriff
Die Hackergruppe ShinyHunters hat die Verantwortung für den Angriff übernommen. Dabei handelt es sich um eine bekannte Gruppierung, die sich auf Datendiebstahl und Erpressung spezialisiert hat. Laut Berichten bestehen die Mitglieder aus englischsprachigen Jugendlichen.
Die Gruppe ist kein unbeschriebenes Blatt. In der Vergangenheit wurden ihnen mehrere Angriffe auf große Unternehmen zugeschrieben. Unter anderem behaupteten sie, hinter einem Angriff auf den Ticketanbieter Ticketmaster zu stecken.
In den vergangenen zwei Jahren sollen sie wiederholt Cloud-Systeme großer Firmen kompromittiert haben. Auch im aktuellen Fall geben sie an, Daten von Rockstar Games entwendet zu haben.
Die Hacker verfolgen ein bekanntes Muster. Sie drohen mit der Veröffentlichung sensibler Informationen, um ein Lösegeld zu erzwingen. Laut ihren Aussagen wurden die Forderungen bislang nicht erfüllt, weshalb sie eine Veröffentlichung in Aussicht stellen.
Rockstar Games bleibt gelassen
Trotz der Drohungen bleibt Rockstar Games bei seiner Einschätzung. Das Unternehmen sieht keinen relevanten Schaden. Besonders wichtig ist dabei die Aussage, dass Spieler nicht betroffen sind.
Diese Kommunikation folgt einem klaren Muster. Unternehmen versuchen in solchen Situationen, Vertrauen zu bewahren und Unsicherheiten zu vermeiden. Gleichzeitig lässt die Formulierung Raum für Interpretationen.
Die Tatsache, dass Daten überhaupt abgerufen wurden, zeigt jedoch, dass Sicherheitslücken existieren können. Gerade bei externen Dienstleistern entsteht ein zusätzlicher Risikofaktor.
Rückblick auf den großen Hack 2023
Der aktuelle Rockstar Games Hack erinnert stark an den Vorfall aus dem Jahr 2023. Damals wurde das Unternehmen bereits Opfer eines massiven Angriffs. Die Folgen waren deutlich gravierender.
Ein britischer Hacker verschaffte sich Zugriff auf interne Systeme und veröffentlichte Inhalte aus der Entwicklung von Grand Theft Auto 6. Insgesamt wurden 90 Videos mit unfertigem Gameplay im Internet verbreitet.
Dieser Leak sorgte weltweit für Schlagzeilen. Die Veröffentlichung zeigte erstmals konkrete Spielszenen aus dem lange erwarteten Titel. Der Druck auf Rockstar stieg enorm.
Als direkte Folge veröffentlichte das Unternehmen den ersten Trailer zu Grand Theft Auto VI früher als geplant. Damit versuchte Rockstar, die Kontrolle über die öffentliche Wahrnehmung zurückzugewinnen.
Der Täter wurde später identifiziert. Es handelte sich um einen 18-jährigen Hacker, der Teil der Gruppe Lapsus$ war. Diese Gruppierung war in den Jahren 2022 und 2023 für mehrere Angriffe auf große Unternehmen verantwortlich.
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