Spiele
State of Decay 3 droht offenbar das Aus
Trotz mehrerer Trailer und eines Alpha Tests könnte die Zukunft von State of Decay 3 gefährdet sein. Windows Central berichtet, dass Microsoft einen Verkauf von Undead Labs prüfen soll.
State of Decay 3 steht möglicherweise vor einer ungewissen Zukunft. Wie Windows Central berichtet, soll Microsoft darüber nachdenken, Undead Labs zu verkaufen. Sollte sich kein Käufer für das Studio finden, könnte laut dem Artikel sogar eine Einstellung des bereits weit entwickelten Spiels im Raum stehen.
Der Bericht stammt von Jez Corden und verweist zusätzlich auf Angaben von GamesBeat. Corden erklärt, dass sich die dort genannten Informationen mit eigenen Erkenntnissen decken, die er zuvor erhalten habe. Eine offizielle Bestätigung von Microsoft oder Undead Labs wird im Artikel nicht genannt.
State of Decay 3 gilt als weit fortgeschritten
State of Decay 3 gehört seit Jahren zu den angekündigten kommenden Spielen für XBOX. Die Reihe verbindet eine offene Zombie Welt mit dem Aufbau und der Verwaltung einer eigenen Gemeinschaft. Du sammelst Vorräte, entwickelst eine Siedlung weiter und verteidigst deine Gruppe gegen immer neue Gefahren.
Die bisherigen Teile verfügten in einigen Bereichen über klare Einschränkungen. Beim dritten Teil sollen viele dieser Grenzen überwunden worden sein. Windows Central beschreibt das Spiel deshalb als besonders vielversprechend und verweist auf mehrere öffentliche Präsentationen.
State of Decay 3 war bereits in Trailern zu sehen und wurde bei vergangenen Veranstaltungen von XBOX vorgestellt. Hinzu kommt laut dem Bericht ein Alpha Test, für den sich mehrere Tausend Teilnehmer angemeldet haben sollen. Dieser Test sei positiv aufgenommen worden.
Die bisherigen Präsentationen vermittelten den Eindruck, dass sich das Projekt in einer weit fortgeschrittenen Entwicklungsphase befindet. Windows Central bezeichnet State of Decay 3 sogar als nahezu fertiggestellt. Wie weit die Arbeiten tatsächlich abgeschlossen sind, lässt sich anhand des Artikels jedoch nicht unabhängig bestätigen.
Gerade dieser Entwicklungsstand macht die aktuellen Berichte besonders brisant. Ein Projekt, das bereits mehrfach gezeigt wurde und offenbar einen erfolgreichen Test durchlaufen hat, würde normalerweise als vergleichsweise abgesichert gelten. Laut Windows Central könnte selbst das bei State of Decay 3 nicht ausreichen.
Microsoft soll prüfen, Undead Labs im Zuge weiterer Sparmaßnahmen zu verkaufen. Sollte sich kein Käufer finden, könnte auch das Spiel betroffen sein. Welche konkrete Entscheidung bereits gefallen ist, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Microsoft soll weitere Einsparungen bei XBOX verlangen
Nach Darstellung von Windows Central stehen die möglichen Maßnahmen im Zusammenhang mit neuen Sparvorgaben innerhalb von Microsoft. Jez Corden schreibt, dass Microsoft Finanzchefin Amy Hood weitere Einsparungen bei XBOX gefordert haben soll.
Diese Einsparungen sollen laut dem Artikel frühere wirtschaftliche Vorgaben und Verluste ausgleichen. Dabei verweist Windows Central auch auf zuvor verlangte Gewinnmargen. Konkrete Zahlen zu den aktuellen Einsparungszielen nennt der Bericht jedoch nicht.
Zusätzlich sollen Gespräche über neue Vereinbarungen mit externen Partnern für den XBOX Game Pass vorläufig eingefroren worden sein. Auch weitere Studios könnten von den internen Prüfungen betroffen sein.
Windows Central nennt in diesem Zusammenhang Double Fine, Ninja Theory und Compulsion Games. Für diese Teams sollen verschiedene Möglichkeiten geprüft werden. Dazu gehören ein Verkauf an andere Unternehmen oder ein Übergang in die Unabhängigkeit.
Sollte sich keine tragfähige Lösung finden, könnten laut dem Bericht sogar Schließungen möglich sein. Auch diese Angaben sind bislang nicht offiziell von Microsoft bestätigt worden.
Die Verwaltungsteams von XBOX sollen derzeit intensiv daran arbeiten, Lösungen für die betroffenen Studios zu finden. Windows Central berichtet von langen Arbeitswochen und Gesprächen mit möglichen Käufern. Außerdem sollen Modelle geprüft werden, mit denen sich einzelne Studios künftig selbst finanzieren könnten.
Für Undead Labs wäre ein Verkauf ein erheblicher Einschnitt. Das Studio hat über viele Jahre eine feste Anhängerschaft aufgebaut und seine Spiele früh mit Rückmeldungen aus der Community entwickelt.
Die State of Decay Reihe lebt stark von diesem Austausch. Entscheidungen über Spielsysteme, Überleben, Gemeinschaften und Ressourcen wurden über Jahre hinweg gemeinsam mit den Spielern weiterentwickelt. Ein möglicher Verkauf würde deshalb nicht nur die wirtschaftliche Zukunft des Studios betreffen.
Auch die kreative Ausrichtung von State of Decay 3 könnte davon beeinflusst werden. Wie ein neuer Besitzer mit dem Projekt umgehen würde, bleibt allerdings offen. Der Bericht nennt keine möglichen Käufer und beschreibt auch keine konkreten Verhandlungen.
Vertrauen in kommende XBOX Spiele steht unter Druck
Die mögliche Einstellung eines weit fortgeschrittenen Spiels könnte die Wahrnehmung zukünftiger XBOX Ankündigungen verändern. State of Decay 3 wurde über mehrere Jahre hinweg beworben und in verschiedenen Trailern gezeigt.
Damit entstand bei vielen Spielern die Erwartung, dass das Projekt langfristig gesichert ist. Sollte es trotz dieses Fortschritts nicht erscheinen, könnten auch andere angekündigte Spiele weniger verlässlich wirken.
Windows Central stellt deshalb vor allem das Vertrauen in die langfristige Planung von XBOX in den Mittelpunkt. Öffentliche Präsentationen, Trailer und Tests dienen normalerweise dazu, Interesse aufzubauen und eine Verbindung zwischen einem Spiel und seiner Community herzustellen.
Wird ein solches Projekt später aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt, kann diese Verbindung beschädigt werden. Für dich als Spieler wird es dann schwieriger einzuschätzen, welche angekündigten Titel tatsächlich erscheinen.
Gleichzeitig bleibt die Spielebranche ein wirtschaftlich riskantes Geschäft. Studios arbeiten oft mehrere Jahre an einem Projekt, bevor daraus Einnahmen entstehen. Wenn Teams über lange Zeit kein fertiges Spiel veröffentlichen, steigt der finanzielle Druck.
Windows Central verweist jedoch auch darauf, dass Microsofts Gaming Sparte im vorherigen Geschäftsjahr besonders profitabel gewesen sein soll. Der Artikel stellt diese wirtschaftliche Entwicklung den nun möglichen Einsparungen gegenüber.
Konkrete Geschäftszahlen werden im bereitgestellten Text nicht genannt. Entsprechend lässt sich nicht abschließend bewerten, wie groß der finanzielle Druck auf XBOX tatsächlich ist.
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