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XBOX und Netflix: Millionen-Deal offenbar geplatzt

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Netflix

Netflix wollte sich die Filmrechte an zahlreichen XBOX-Marken sichern. Doch Microsofts hohe Forderungen sollen den geplanten Exklusivvertrag verhindert haben.

XBOX und Netflix hätten ihre Zusammenarbeit im Film- und Fernsehgeschäft erheblich ausbauen können. Der Streamingdienst wollte sich offenbar für mehrere Jahre die exklusiven Rechte an zahlreichen Videospielmarken von Microsoft sichern. Doch die Verhandlungen sollen an unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen gescheitert sein. Statt eines umfassenden Exklusivvertrags verfolgt XBOX nun offenbar eine Strategie mit mehreren Partnern.

Das berichtet der Entertainmentjournalist Matthew Belloni unter Berufung auf Informationen, die er in seinem Newsletter bei Puck News veröffentlicht hat. Demnach unterbreitete Netflix Microsoft ein Angebot über 500 Millionen US-Dollar, um sieben Jahre lang exklusiv Filme und Serien auf Grundlage von XBOX-Marken entwickeln zu dürfen.

Microsoft hatte allerdings andere Vorstellungen. Laut Belloni forderten XBOX-Chefin Asha Sharma und das zuständige Verhandlungsteam insgesamt 800 Millionen US-Dollar. Die Differenz von 300 Millionen US-Dollar war offenbar zu groß, denn Netflix zog sein Angebot anschließend zurück.

Netflix wollte sich XBOX-Marken langfristig sichern

Für Netflix wäre die Vereinbarung ein umfangreicher Schritt in Richtung Videospielverfilmungen gewesen. Der Streamingdienst arbeitet bereits mit Microsoft zusammen und entwickelt einen Film auf Grundlage der bekannten Actionreihe Gears of War. Mit einem exklusiven Lizenzvertrag hätte Netflix die Möglichkeit erhalten, weitere XBOX-Marken über einen Zeitraum von sieben Jahren für Film- und Fernsehproduktionen zu nutzen.

Die Verhandlungen verdeutlichen, welchen wirtschaftlichen Stellenwert Microsoft seinen Videospielmarken beimisst. Gerade bekannte Reihen bieten die Möglichkeit, bestehende Spielwelten einem größeren Publikum zugänglich zu machen und daraus langfristige Film- und Serienprojekte zu entwickeln.

Allerdings hätte eine solche Vereinbarung auch bedeutet, dass Netflix für die vereinbarte Laufzeit exklusiven Zugriff auf die entsprechenden Marken erhalten hätte. Welche konkreten Spielemarken neben bereits bestehenden Projekten Gegenstand der Verhandlungen waren, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Netflix selbst wollte die Informationen auf Nachfrage nicht kommentieren. XBOX bestätigte gegenüber Belloni zwar nicht die genannten Vertragsdetails, erklärte jedoch, dass das Interesse an den eigenen Marken Rekordniveau erreicht habe. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, Netflix weiterhin als geschätzten Partner für kommende Projekte zu betrachten.

Ein vollständiger Bruch zwischen den Unternehmen ist damit nicht verbunden. Die bereits angekündigten gemeinsamen Produktionen bleiben Teil der Zusammenarbeit.

Call of Duty: Modern Warfare 4 - DMZ

Call of Duty: Modern Warfare 4 – DMZ

XBOX setzt auf Netflix, Amazon, Paramount und Warner Bros.

Nach dem gescheiterten Exklusivvertrag verfolgt Microsoft laut Belloni einen anderen Ansatz. Anstatt zahlreiche Marken langfristig an einen einzigen Streamingdienst zu vergeben, setzt XBOX auf kleinere Vereinbarungen mit unterschiedlichen Partnern.

Mehrere bekannte Videospielreihen zeigen bereits, wie diese Strategie funktioniert.

Bei Netflix befindet sich eine animierte Serie auf Grundlage von Diablo in Entwicklung. Gleichzeitig wird die erfolgreiche Fallout-Serie bei Prime Video fortgesetzt, während Paramount an einer Verfilmung von Call of Duty arbeitet.

Auch Minecraft bleibt im Filmgeschäft vertreten. Warner Bros. Pictures arbeitet an einer Fortsetzung des Minecraft-Kinofilms und baut damit die bereits bestehende Zusammenarbeit rund um die bekannte Spielmarke aus.

Für dich als Spieler bedeutet diese Verteilung vor allem, dass kommende Adaptionen bekannter XBOX-Marken auf unterschiedlichen Plattformen erscheinen können. Welche Streamingdienste oder Filmstudios eine bestimmte Marke übernehmen, hängt von den jeweiligen Vereinbarungen ab.

Die einzelnen Produktionen befinden sich dabei in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Während Fallout bereits als Fernsehserie etabliert ist, stehen andere Projekte noch vor ihrer Veröffentlichung.

Mit XBOX XP baut Microsoft sein Filmgeschäft aus

Microsoft will seine Videospielmarken künftig noch stärker außerhalb des klassischen Gaminggeschäfts nutzen. Erst Anfang Oktober 2026 kündigte das Unternehmen deshalb die neue Abteilung XBOX XP an.

Die Organisation soll sich um Filme, Fernsehserien, Merchandise, Freizeitparks und Liveveranstaltungen kümmern. Damit bündelt Microsoft verschiedene Geschäftsbereiche, die bekannte Videospielmarken über ihre ursprünglichen Spiele hinaus weiterentwickeln sollen.

Die Leitung übernimmt Kayleen Walters, die zuvor bei Lucasfilm tätig war. Ihre Erfahrung aus der Unterhaltungsbranche soll dabei helfen, die neuen Aktivitäten von XBOX zu koordinieren.

Innerhalb von XBOX XP entsteht mit XBOX Pictures eine eigene Unterabteilung für Film- und Fernsehproduktionen. Sie soll Projekte auf Grundlage bestehender XBOX-Marken entwickeln und sich mit weiteren Formen des linearen Geschichtenerzählens beschäftigen.

Damit erhält Microsoft eine eigene organisatorische Grundlage, um Film- und Serienprojekte künftig gezielter voranzutreiben. Die Zusammenarbeit mit externen Produktionsfirmen und Streamingdiensten bleibt dabei ein Bestandteil der Strategie.

Der Bericht über die gescheiterten Netflix-Verhandlungen zeigt allerdings auch, dass Microsoft bei der Lizenzierung seiner Marken offenbar hohe wirtschaftliche Erwartungen hat. Ob sich der Ansatz mit mehreren kleineren Partnerschaften langfristig als erfolgreicher erweist, bleibt offen.

Für Netflix bleibt die Zusammenarbeit mit Microsoft jedenfalls bestehen. Mit dem geplanten Gears of War-Film und der animierten Diablo-Serie sind bereits zwei Projekte bekannt, die zeigen, dass beide Unternehmen weiterhin gemeinsame Produktionen verfolgen.

Die große Exklusivvereinbarung ist nach den Informationen von Matthew Belloni dagegen vorerst vom Tisch.

Gears of War: E-Day

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Quelle: Gamespot
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