Halo 5: Guardians

Auf der E3 2013 zum ersten Mal angeteasert, nun endlich für Xbox One erhältlich, Halo 5: Guardians. Verantwortlich für die neuesten Teile der Halo-Saga, zeigen sich nun bekanntlich 343 Industries. Ob man die gute Arbeit von Halo 4 nun auch mit Halo 5: Guardians auf die Xbox One portieren konnte, erfahrt Ihr in unserem Test.

Nach dem was alles in Halo 4 passierte, desertiere der Master Chief mit seinem „Blue-Team“. So wurde nun Agent Locke und sein Feuerteam „Osiris“ angesetzt, den Master Chief zu jagen und somit durchlebt und kämpft Ihr euch die Kampagne von Halo 5: Guardians, abwechselt und vorwiegend in Person von Agent Locke aber auch aus der Sicht des Master Chiefs. Insgesamt 15 Action geladene Missionen erwarten euch bis zum finalen Showdown.

Neu dabei ist, dass Ihr die Missionen nicht alleine bestreiten müsst, sondern auch in der Solo-Kampagne, Spartans an die Seite gestellt bekommt. Jedes Team, Team Blau bzw. das Feuerteam Osiris, besteht dabei aus insgesamt 4 Kämpfern. Der Master Chief (Team Blau) wird dabei von Linda-058, Kelly-087 und Frederich-104 unterstützt.
Agent Locke wird bei der Suche nach dem Master Chief von Buck, Tanaka und Vale – zusammen bilden Sie das Feuerteam Osiris, unterstützt.

Als Hauptfigur und Anführer eures Teams könnt Ihr in jeder Mission euren Mitstreitern via Digipad Befehle zuweisen. Sei es eine bestimmte Position auf der Karte einzunehmen, Waffen aufzusammeln, Fahrzeuge zu benutzen oder einen bestimmten Gegner anzugreifen, währen Ihr euch im andere Dinge in der Mission kümmert. So könnt Ihr eure Teamkollegen dazu verdonnern, die Gegner „ablenken“, währen Ihr vielleicht schon auf der Suche nach dem nächsten Checkpoint seid oder den eigentlichen Gegner von hinten angreift.

So richtig zur Geltung kommt das ganze Teamplay aber erst, wenn es darum geht, die Kampagne von Halo 5: Guardian auf einer der höchsten Schwierigkeitsstufen durchzuspielen. Sei es Solo- oder im Koop-Modus (welcher leider nur Online zur Verfügung steht und den doch so beliebten Splitscreen-Modus ablöst), wo es es dann wirklich dabei ankommt, wie unterschiedlich das Team agieren kann und so wiederum gut harmoniert, um die Mission erfolgreich bewältigen zu können.

Solltet Ihr dabei aber trotzdem mal zu Boden gehen, genügt ein Knopfdruck auf X um Hilfe bei euren Teamkollegen anzufordern. Sind eure Teamkollegen dann nicht zu weit entfernt, kommen Sie euch zu Hilfe und „beleben“ euch wieder, so dass Ihr wieder für den Kampf bereit steht.

Anders herum geht es euren Teamkollegen auch öfters mal an den Kragen, so dass es an euch liegt, diese wieder in den Kampf zurückzuholen. Nichts desto trotz werden alle, inklusive euch nach einer kurzen Zeit wieder ins Spielgeschehen zurückgeholt, sollte eine rechtzeitige Wiederbelebung nicht möglich sein.

Neue Fähigkeiten haben dabei die Spartans auch spendiert bekommen. So dürft Ihr euch mit einem Dash durch das Level bewegen, welches aber nach jeder Nutzung wieder aufgeladen werden muss. Das dauert aber nicht lang, so dass Ihr durch geschicktes Einsetzen, schnell Gegner ausweichen bzw. auch angreifen könnt. Ihr dürft den Dash dabei auf dem Boden, wo Ihr dabei auch kleinere Gegner bzw. vorwiegend die Grunts angreifen und zerstören könnt, oder in der Luft anwenden. In der Luft könnt Ihr dann durch das drücken von LT eine kurze Zeit in der Luft stehen und von dort aus auf Gegner schießen oder durch Druck auf die rechte Schultertaste, einen Punkt auf dem Boden auswählen, um mit einem harten Dash auf die Erde zu knallen und Gegner, die in sich in der Nähe befinden, Schaden zu führen.

Das alles läuft intuitiv ab und zeigt, das Halo 5: Guardians, die aus Halo-Spielen bekannt gute Steuerung verfeinert und das Gameplay dabei abwechslungsreicher und euren Spartan dabei noch beweglicher macht.
Halo 5: Guardians

Von den 15 Missionen sind nur wenige sehr kurz und bieten nicht so viel Action, wie die restlichen Missionen aber generell ist in Halo 5: Guardians, sehr viel Action geboten. Seid Ihr am Ende einer Mission angekommen, heißt es meistens, in einer riesigen Schlacht, mit seinem Team zu überleben. Überall schlagen Schüsse ein,  funkelt es und vor allem knallt ein. Trotz der ganzen Action auf dem Bildschirm, läuft das Spiel jederzeit flüssig. Eine dynamische Auflösung, wie es von 343 Industries im Vorfeld berichtet wurde, tut da sicher Ihr Übriges.

Da sind wir auch schon beim Visuellen und beim Thema Sound / Musik im Spiel. Es ist eines meiner ersten Halo Spiele, die ich hier bewusst miterlebe und bin als Halo Neuling sehr angetan, was ich zu sehen und hören bekomme. Die Soundkulisse im Spiel bzw. in den einzelnen Missionen ist perfekt mit dem Geschehen auf dem Schlachtfeld abgestimmt. Der Soundtrack des Spiels in einmalig, wie man es von Halo gewohnt ist. Als Neuling bin ich da aber doch sehr überrascht, wie gut die Musik die Stimmung der Missionen einfangen kann.

Die Grafik, Effekte und Stimmung, die durch div. Lichtspiele eingefangen wird, ist zu jederzeit perfekt. Sie holen mich ab und lassen mich ein Teil dieses Spiels sein und das als Spieler, der die Vorgängerteile der Halo-Reihe, nicht gespielt hat. Um euch passiert immer etwas, so dass die phänomenale Weitsicht, euch entfernte Luftschlachten zeigt. So muss ein Halo aussehen, wenn man von einem Next-Generation Halo spricht, auch wenn es nicht in nativen 1080p über eure Bildschirme flimmert.

Die Zwischensequenzen im Spiel sind herausragend – so etwas habe ich noch nirgends gesehen. Auch bei der deutschen Synronisation hat man gute Arbeit geleistet. Diese ist stimmig, passend und in diversen Stellen im Spiel auch witzig zugleich.

Wie oben bereits erwähnt, verwenden 343 Industries variable Auflösungen, die sich dem Spielgeschehen entsprechend anpassen. Davon bekommt man als Spiel nichts mit, so dass auch das die 60Fps immer eingehalten werden können (auch wenn diese in den Zwischensequenzen etwas abfallen kann) und euch ein flüssiges Spielgeschehen auf den Bildschirm zaubern. Bei der Action die am Ende der meisten Missionen geboten wird, hätte man das sofort gemerkt, da man immer wieder von einem Punkt zum anderen Punkt auf der Karte laufen muss, den Schüssen der Gegner ausweicht oder sich auf die Suche nach Waffen begibt.

Waffen sind in jeder Mission bzw. am Ende, auf der Karte reichlich vorhanden und die Auswahl dem Geschehen auf dem Bildschirm angepasst. Manchmal muss man auch etwas suchen, um eine starke und entsprechende Waffe zu finden, die es euch leichter macht, die größeren Gegner zu erledigen.

Apropos suchen. Auch in Halo 5: Guardians gibt es in jeder Mission etwas zu entdecken. So sucht Ihr diverse Datenpfade auf, die euch mehr über die aktuelle Mission verraten und natürlich dürft Ihr euch auch auf die Suche nach versteckten Schädeln manchen. Ehrlich gesagt  habe ich in den ganzen 15 Missionen nur einen davon gefunden. So heißt es für euch, einfach mal einen anderen Weg auf der Karte zu gehen, Wände einzureißen, um in Besitz dieser Datenpfade und Schädel zu gelangen.

Habt Ihr die Kampagne Solo oder mit Freunden durchgespielt, habt Ihr nun alle Zeit der Welt, euch in den Multiplayer von Halo 5: Guardians zu wagen (ok, das dürft Ihr euch vor dem Spielen der Kampagne ;-))

Der Multiplayer-Modus von Halo 5: Guardians ist ein Multiplayer-Modus, wie ihn die Halo Fans kennen und lieben gelernt haben. Eure neuen Möglichkeiten mit dem Bewegungs-Dash erlauben euch noch schnellere, Action geladene Multiplayer-Partien. So könnt Ihr natürlich schnell über die ganze Map bewegen, den Online-Gegner schneller ausweichen. Somit liegt es auch an euch, auf diese Gegebenheiten einzustellen, wenn es heißt, einen Gegner ins Visier zu nehmen.

Durch das Spielen von Multiplayer-Partien Arena und Warzone, verdient Ihr euch so genannte REQ-Punkte, welche eine Art Ingame-Währung darstellen, wo mit Ihr euch dann so genannte REQ-Packs kaufen könnt. Diese enthalten wiederum u.a. neue Waffen, Skins, Rüstungen für euren Spartan. Diese REQ-Packs könnt Ihr dabei dann auch gegen Echtgeld erwerben, wenn Ihr diese nicht freispielen wollt oder Ihr u.a. welche als Belohnung geschenkt bekommt, wenn Ihr im Rang aufsteigen solltet. Aber Achtung, diese erkauften Vorteile kommen dabei nur im neuen Modus Warzone / Kriegsgebiet zum Einsatz.

In Warzone bzw. auf Deutsch, Kriegsgebiet, gilt es auf einer riesigen Map sich gegen KI-Gegner und Online-Gegner auf der ganzen Welt gleichzeitig zu messen. Eure Aufgabe besteht dabei, alle 3 Basen auf der Karte von den KI-Aliens zu befreien, bevor es daran geht, die Basen für sich selbst bzw. mit dem Team einzunehmen. Euer Team besteht dabei aus 12 Personen, wo es nicht unbedingt um einen Einzelnen dreht, sondern am Ende einer Partie, die Abschüsse und erspielten Punkte auf das Team-Konto fließen, welches ein Team entsprechend im Level aufsteigen lässt und euch neue Waffen, Gegenständer oder Fahrzeuge freischaltet. Welches Team zuerst 1000 Punkte erspielt oder den Energiekern der Base vom Gegner zerstört, gewinnt das Spiel.

Halo 5: Guardians Warzone

In diversen Pre-Release Matches machte dieser Modus verdammt viel Spaß und bot auf der vor dem Launch freigeschalteten großen Map, eine Menge Action und Abwechslung. Der Spielmodus Warzone hält nun in Halo 5: Guardians zum ersten Mal Einzug in das Halo-Franchise und hat sicher das Potential, sich zu einem DER Multiplayer-Modus von Halo zu entwickeln.

Um noch einmal auf die REQ-Packs zurück zu kommen – beim Arena-Modus wird es nur möglich sein, auf kosmetische Änderungen der Waffe oder eurer Rüstung, zurück zu greifen und das, aus dem Ihr auswählen könnt, ist reichlich! Somit hat kein Online-Gegner irgendwelche erkauften Vorteile, wenn es darum geht, Mann gegen Mann zu kämpfen.

Auf euch Warten zum Start von Halo 5: Guardians insgesamt 21 Maps, wobei es danach im Laufe der Zeit bis zu 18+ Maps kostenlos nachgereicht werden. Das sollte für eine Menge Abwechslung sorgen. Der Schmiede-Modus, welcher das erste Mal in Halo 3 Einzug hielt, wird im Dezember 2015 nachgereicht.

Sale

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