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XBOX vor Verkauf? Analyst hält Abspaltung für möglich

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Die politischen Veränderungen in den USA könnten Microsoft unter Druck setzen. Branchenanalyst Joost van Dreunen hält einen Verkauf der XBOX-Sparte inzwischen für wahrscheinlicher.

Ein möglicher XBOX-Verkauf rückt nach Einschätzung des Branchenanalysten Joost van Dreunen stärker in den Bereich des Vorstellbaren. Der ehemalige Gründer von SuperData Research und heutige Professor an der NYU Stern sieht in den jüngsten politischen Entwicklungen der USA einen möglichen Auslöser für weitreichende Veränderungen bei Microsoft.

In einem Substack-Beitrag mit dem Titel „The election that could break up XBOX“ beschreibt van Dreunen, weshalb der Erfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen auch Folgen für Microsofts Gaming-Sparte haben könnte.

Seine zentrale These: Der zunehmende politische Widerstand gegen den Ausbau von KI-Rechenzentren könnte Microsoft dazu bewegen, seine geschäftlichen Prioritäten neu zu ordnen. Dabei könnte XBOX stärker unter Druck geraten.

Eine offizielle Verkaufsentscheidung gibt es allerdings nicht. Microsoft hat entsprechende Gerüchte in der Vergangenheit bereits zurückgewiesen.

XBOX Series X25 Limited Edition

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US-Wahlen und KI-Rechenzentren setzen Microsoft unter Druck

Die Demokraten haben nach der sogenannten Blue Wave die Kontrolle über den gesamten US-Kongress gewonnen. Nach Einschätzung von Joost van Dreunen könnte dieses Wahlergebnis erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen haben, die massiv in künstliche Intelligenz und die dafür notwendige Infrastruktur investieren.

Microsoft gehört zu diesen Unternehmen. Der Konzern hat den Ausbau seiner KI-Infrastruktur in den vergangenen Jahren mit erheblichem finanziellem Aufwand vorangetrieben.

Gleichzeitig wächst in Teilen der amerikanischen Bevölkerung der Widerstand gegen neue Rechenzentren. Van Dreunen verweist in diesem Zusammenhang auf einen Bericht des Wall Street Journal, wonach Wähler in mehr als 40 Städten und Landkreisen über Maßnahmen im Zusammenhang mit Rechenzentren abstimmten.

In mindestens zehn Fällen wurden Einschränkungen oder vollständige Verbote beschlossen.

Auch eine landesweite Umfrage unter mehr als 79.000 registrierten Wählern verdeutlicht die politische Bedeutung des Themas. Demnach bezeichneten 56 Prozent der Teilnehmer die Haltung der Kandidaten zu künstlicher Intelligenz und Rechenzentren als wesentlichen Faktor für ihre Wahlentscheidung.

Einige neu gewählte demokratische Gouverneure haben bereits angekündigt, den Ausbau neuer Rechenzentren stärker einzuschränken. Dazu gehören mögliche Genehmigungsstopps und die Abschaffung steuerlicher Vergünstigungen für entsprechende Bauprojekte.

Für Microsoft könnte das die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seiner KI-Strategie verändern.

Der Konzern hat bereits erhebliche Mittel in diesen Geschäftsbereich investiert. Gleichzeitig kam es innerhalb der Gaming-Sparte zu Studioschließungen und Entlassungen, die im Zusammenhang mit den finanziellen Prioritäten des Unternehmens diskutiert werden.

Van Dreunen sieht deshalb die Möglichkeit, dass Microsoft seine Investitionen künftig noch stärker auf Bereiche konzentriert, die langfristig höhere Wachstumsraten versprechen.

XBOX Wireless Controller X25 Special Edition

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XBOX-Umsätze sinken, während andere Microsoft-Sparten wachsen

Ein weiterer Bestandteil seiner Argumentation ist die wirtschaftliche Entwicklung des Gaming-Geschäfts.

Während Microsoft mit Cloud-Diensten und anderen Unternehmensangeboten deutlich höhere Umsätze erzielt, entwickelt sich XBOX vergleichsweise schwach.

Die von van Dreunen angeführten Zahlen zeigen einen Rückgang der XBOX-Umsätze:

Im Jahr 2025 erwirtschaftete die Gaming-Sparte demnach rund 5,508 Milliarden US-Dollar. Für 2026 werden 5,379 Milliarden US-Dollar ausgewiesen.

Das entspricht einem Rückgang von rund 2,3 Prozent. Zwar hat sich das Tempo des Umsatzrückgangs abgeschwächt, eine Rückkehr zum Wachstum lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Andere Geschäftsbereiche entwickeln sich deutlich dynamischer. Microsofts Suchmaschinen- und Werbegeschäft verzeichnete 2026 beispielsweise ein Wachstum von zehn Prozent.

Auch die Umsätze von Azure und Microsoft 365 Cloud liegen laut der angeführten Gegenüberstellung erheblich über denen der XBOX-Sparte.

Für van Dreunen entsteht daraus ein wirtschaftliches Spannungsfeld. Microsoft investiert große Summen in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur, während das Gaming-Geschäft weiterhin mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hat.

Sollten politische Einschränkungen die Kosten oder Schwierigkeiten beim Bau neuer Rechenzentren erhöhen, könnte Microsoft stärker gezwungen sein, seine Investitionen zu überprüfen.

Ein Verkauf von XBOX wäre unter diesen Umständen eine mögliche strategische Entscheidung. Dass Microsoft diesen Schritt tatsächlich vorbereitet, lässt sich aus den genannten Zahlen allerdings nicht ableiten.

Die Entwicklung zeigt vielmehr, weshalb der Analyst eine Abspaltung inzwischen für realistischer hält als noch vor einiger Zeit.

XBOX Game Pass

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Angebliche Kaufinteressenten bewerten XBOX mit bis zu 150 Milliarden Dollar

Die Spekulationen über einen möglichen XBOX-Verkauf sind nicht neu.

Bereits wenige Wochen zuvor berichtete das Wirtschaftsmagazin The Information, dass sich nicht näher genannte Private-Equity-Investoren mit einer möglichen Übernahme der Gaming-Sparte beschäftigt haben sollen.

Dabei soll XBOX mit einem Unternehmenswert zwischen 100 und 150 Milliarden US-Dollar bewertet worden sein.

Eine solche Transaktion würde zu den größten Übernahmen der Gaming-Branche gehören. Allerdings handelt es sich bislang lediglich um einen Bericht über angebliche Überlegungen potenzieller Käufer.

Microsoft reagierte auf die damaligen Spekulationen mit einer eindeutigen Stellungnahme. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass XBOX nicht zum Verkauf stehe.

An dieser offiziellen Position hat sich nach den vorliegenden Informationen nichts geändert.

Joost van Dreunen sieht dennoch einen weiteren Faktor, der eine mögliche Übernahme für Investoren attraktiver machen könnte.

Dabei geht es um die Entscheidung von XBOX-Chefin Asha Sharma, eine eigene Abteilung mit der Bezeichnung „XP“ aufzubauen.

Diese soll bekannte XBOX-Marken verstärkt in andere Unterhaltungsbereiche übertragen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Film- und Fernsehproduktionen.

Nach Einschätzung des Analysten könnte diese Entwicklung die Wahrnehmung von XBOX als Unternehmen verändern.

Statt ausschließlich als Gaming-Sparte eines großen Technologiekonzerns aufzutreten, könnte XBOX für potenzielle Käufer zunehmend wie ein klassisches Medien- und Unterhaltungsunternehmen erscheinen.

Gerade für Investoren, die sich für bekannte Marken und deren wirtschaftliche Verwertung über unterschiedliche Medien hinweg interessieren, könnte das zusätzliche Anreize schaffen.

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Bild: https://pixabay.com/de/photos/geb%c3%a4ude-k%c3%b6ln-fassade-architektur-1011876/

 

 

Quelle: wccftech.com
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