Project Helix
XBOX Project Helix und PlayStation 6 vor Dilemma
Hohe Komponentenkosten könnten Sony und Microsoft bei ihrer nächsten Konsolengeneration vor schwierige Entscheidungen stellen. Eine Analyse warnt vor deutlich sinkenden Verkaufszahlen und nennt drei mögliche Strategien.
XBOX Project Helix und PlayStation 6 könnten beim Übergang zur nächsten Konsolengeneration mit einem erheblichen Problem konfrontiert werden. Steigende Kosten für wichtige Komponenten könnten Sony und Microsoft dazu zwingen, ihre kommenden Systeme deutlich teurer anzubieten als frühere Konsolen. Laut einer von VGC aufgegriffenen Analyse von Ampere Analysis könnte genau das die Verbreitung der neuen Hardware massiv bremsen.
Sollten die traditionellen Nachfolger von XBOX und PlayStation tatsächlich 2028 erscheinen und einen besonders hohen Einführungspreis erreichen, rechnet Ampere Analysis mit deutlichen Auswirkungen auf die Nachfrage. Die Untersuchung geht davon aus, dass die kombinierten Verkaufszahlen beider Systeme innerhalb der ersten fünf Jahre um bis zu 38 Prozent zurückgehen könnten.
Damit würde nicht nur die Hardware selbst unter einem schwächeren Start leiden. Laut der Analyse könnte auch der Markt für Spiele und Services spürbar betroffen sein. Für Microsoft und Sony entsteht dadurch ein schwieriges Szenario, denn die Ursachen liegen offenbar nicht allein in den strategischen Entscheidungen der Unternehmen.
Project Helix XDK
Hohe Komponentenkosten belasten die neue Generation
Die nächste Konsolengeneration gilt derzeit für einen möglichen Start Ende 2027 oder Anfang 2028 als Kandidat. Beim Zeitpunkt der PlayStation 6 soll Sony laut dem Ausgangsbericht allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben.
Normalerweise sorgt eine neue Konsolengeneration schon Jahre vor dem Marktstart für große Aufmerksamkeit. Dieses Mal könnten allerdings steigende Hardwarekosten einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie Sony und Microsoft ihre Systeme planen und positionieren.
Ampere Analysis geht davon aus, dass ein besonders hoher Einstiegspreis die Akzeptanz von XBOX Project Helix und PlayStation 6 erheblich beeinträchtigen könnte. Innerhalb von fünf Jahren könnten die kombinierten Hardwareverkäufe den Berechnungen zufolge um bis zu 38 Prozent geringer ausfallen als unter günstigeren Voraussetzungen.
Auch Spiele und Dienste wären davon nicht unabhängig. Die Analyse rechnet in einem solchen Szenario mit einem Rückgang von 12 Prozent im Markt für Games und Services gegenüber einer günstigeren Einführung der Hardware.
Diese Zahlen verdeutlichen das grundlegende Problem. Je weniger Konsolen verkauft werden, desto kleiner fällt zunächst auch die potenzielle Basis für den Verkauf digitaler Inhalte und Abonnements aus. Ampere Analysis sieht deshalb Handlungsbedarf und nennt mehrere Möglichkeiten, mit denen Sony und Microsoft auf die schwierigen Marktbedingungen reagieren könnten.
PlayStation 6 – Bild KI generiert
Sony und Microsoft stehen vor drei möglichen Wegen
Eine von Ampere Analysis genannte Möglichkeit wäre eine Verschiebung der neuen Konsolen über das Jahr 2028 hinaus. Sony und Microsoft könnten dadurch darauf hoffen, dass sich die Kosten wichtiger Komponenten bis dahin wieder reduzieren.
Dieser Ansatz bringt laut dem Bericht allerdings eigene Schwierigkeiten mit sich. Eine verzögerte Produktion könnte weitere Probleme verursachen und zusätzliche Kosten nach sich ziehen. Für Sony wird in diesem Zusammenhang eine bereits gesicherte Fertigungskapazität bei TSMC genannt.
Dem Ausgangstext zufolge soll sich Sony für das zweite Quartal 2027 bereits Kapazitäten für eine 3 nm Fertigung bei TSMC gesichert haben. Eine Verschiebung könnte diese Planung beeinträchtigen und möglicherweise zu weiteren Verzögerungen führen.
Ampere Analysis hält einen solchen Schritt deshalb offenbar nicht für die naheliegendste Lösung. Sony und Microsoft müssten bei einer Verschiebung nicht nur auf möglicherweise sinkende Bauteilkosten hoffen, sondern zugleich bestehende Produktionspläne neu organisieren.
XBOX Project Helix und PlayStation 6 stehen womöglich vor einem Preisproblem.
Die zweite Möglichkeit besteht darin, am vorgesehenen Veröffentlichungszeitraum festzuhalten und die tatsächlichen Kosten der Hardware für Käufer stärker abzufedern.
Ampere Analysis nennt dafür umfangreichere Hardware Subventionen, neue Monetarisierungsmodelle, aggressivere Strategien für digitale Inhalte und optimierte Vertriebskanäle. Sony und Microsoft könnten damit versuchen, die Einstiegshürde für ihre kommenden Systeme niedriger zu halten und einen größeren Teil der Einnahmen über andere Bereiche zu erzielen.
Für Spieler könnte ein solches Modell allerdings Folgen bei zusätzlichen Angeboten und Diensten haben. Der Ausgangsbericht verweist darauf, dass Sony in den vergangenen Monaten bereits Hinweise auf entsprechende Überlegungen gegeben habe.
Als mögliche Konsequenz werden steigende Kosten bei Diensten wie PlayStation Plus genannt. Der zugrunde liegende Bericht weist zugleich darauf hin, dass solche Maßnahmen bei Spielern auf Widerstand stoßen könnten.
Zusätzlich wird auf die im Ausgangstext genannte Entscheidung verwiesen, die Produktion von Spiele Discs 2028 zu beenden. Der Bericht beschreibt diese Entscheidung als einen Punkt, der bereits Teile der PlayStation Nutzerschaft verärgert habe. Eine stärkere Verlagerung der Einnahmen auf digitale Dienste könnte deshalb ebenfalls kritisch aufgenommen werden.
XBOX Next – K.I. generiert
Neue Hardwarekonzepte könnten wichtiger werden
Die dritte von Ampere Analysis genannte Strategie betrifft nicht unmittelbar den Veröffentlichungszeitraum oder die Finanzierung der Hardware. Stattdessen könnten Sony und Microsoft stärker über die Form und den Einsatzzweck ihrer kommenden Systeme nachdenken.
Dabei soll laut der Analyse weniger Gewicht auf reine grafische Verbesserungen gelegt werden. Neue Geräteformen und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten könnten stattdessen stärker in den Mittelpunkt rücken.
Interessant ist dabei, dass beide Unternehmen laut dem Ausgangsbericht bereits in diese Richtung planen sollen.
Sony soll neben der PlayStation 6 Heimkonsole auch an einem eigenen Handheld arbeiten. Dem Bericht zufolge soll dieses Gerät die Möglichkeiten der stationären PlayStation 6 nicht wesentlich einschränken.
Microsoft verfolgt mit XBOX Project Helix offenbar einen anderen Ansatz. Das System soll laut dem Ausgangstext stärker versuchen, die bisherige Grenze zwischen Konsolen und PC Gaming zu überbrücken.
Damit könnten sich beide Hersteller von einer Strategie entfernen, bei der eine neue Konsolengeneration vor allem durch größere grafische Sprünge definiert wird. Stattdessen könnten unterschiedliche Geräteformen und neue Nutzungsszenarien eine größere Rolle spielen.
Gerade angesichts steigender Komponentenkosten könnte dieser Ansatz an Bedeutung gewinnen. Wenn immer leistungsfähigere Hardware gleichzeitig immer höhere Produktionskosten verursacht, müssen Sony und Microsoft möglicherweise andere Argumente finden, um dir den Wechsel auf eine neue Generation attraktiv zu machen.
Die Analyse stellt jedoch keine endgültige Prognose für die tatsächliche Strategie der Unternehmen dar. Vielmehr beschreibt sie mögliche Szenarien auf Grundlage der aktuellen Kostenentwicklung und der angenommenen Veröffentlichung kommender Konsolen.
Bild: KI generiert