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Halo: Marcus Lehto fordert einen klaren Kurswechsel
Marcus Lehto würde Halo wieder stärker auf seine militärischen Wurzeln ausrichten und sieht vor allem die weltweite Auslagerung der Entwicklung kritisch.
Die Zukunft von Halo ist für Marcus Lehto vor allem eine Frage klarer Prioritäten. Der Mitschöpfer der bekannten Shooter Reihe hat erläutert, welchen Weg er einschlagen würde, wenn er heute noch einmal an einem neuen Halo arbeiten könnte. Dabei geht es ihm nicht darum, möglichst jeden Spieler gleichzeitig anzusprechen, sondern Halo wieder ein eindeutiges Profil zu geben.
Seine Vorstellungen fallen entsprechend deutlich aus. Lehto würde eine düsterere Richtung wählen, den militärischen Charakter stärker in den Vordergrund stellen und Multiplayer sowie PvE klar voneinander abgrenzen. Gleichzeitig kritisiert er die umfangreiche Auslagerung der Entwicklung und macht deutlich, dass ein Halo seiner Ansicht nach von einem eng zusammenarbeitenden Team entstehen sollte.
Halo: Campaign Evolved
Marcus Lehto würde Halo wieder klarer positionieren
Die vergangenen Jahre verliefen für Halo laut Ausgangstext schwierig. Halo Infinite musste Verschiebungen hinnehmen und hatte auch nach seiner Veröffentlichung mit Problemen zu kämpfen. Auch Halo: Campaign Evolved konnte die Kritik rund um Grafik und Performance demnach nicht vollständig abschütteln.
Für Marcus Lehto liegt ein möglicher Weg nach vorne deshalb in einer stärkeren Rückbesinnung auf die grundlegende Identität der Serie. Sein eigenes Halo würde sich allerdings nicht einfach damit begnügen, frühere Konzepte zu kopieren.
„Wenn ich heutzutage ein weiteres Halo machen würde, würden es vermutlich viele von euch nicht mögen“, erklärte Lehto. Sein Spiel wäre deutlich düsterer und hätte ein stärker geerdetes militärisches Gefühl.
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Auch bei der Gewichtung der Spielbereiche verfolgt Lehto eine klare Vorstellung. PvP wäre für ihn das Gehirn, während PvE Herz und Seele des Spiels bilden würde. Gleichzeitig betont er, dass sein Konzept ausdrücklich nicht darauf ausgerichtet wäre, für jeden Spieler das passende Halo darzustellen.
Damit beschreibt Lehto eine Entwicklung, die bewusst auf eine klar definierte Identität setzt. Statt möglichst viele unterschiedliche Erwartungen gleichzeitig erfüllen zu wollen, würde seine Version von Halo bestimmte Schwerpunkte konsequenter verfolgen.
Gerade die militärische Atmosphäre würde dabei offenbar wieder eine größere Bedeutung erhalten. Lehto spricht von einem geerdeteren Ansatz und verbindet diesen mit einer insgesamt dunkleren Ausrichtung.
Halo: Campaign Evolved – Screenshot aus dem Trailer
Auch die bisherige Halo Geschichte würde sich verändern
Lehtos Vorstellungen betreffen nicht nur Gameplay und Atmosphäre. Auch beim umfangreichen erzählerischen Hintergrund von Halo würde er Veränderungen vornehmen.
Nach seinen Aussagen würde er einen großen Teil der aktuellen Handlung zunächst zurückstellen. Bestehende Inhalte sollen dabei keineswegs ignoriert werden. Lehto betont ausdrücklich, dass er die bisherige Geschichte respektieren würde.
Anschließend würde er jedoch eine neue zukünftige Handlung entwickeln. Diese sollte sowohl langjährige Spieler als auch ein neues Publikum erreichen und aus seiner Sicht nachvollziehbarer aufgebaut sein.
„Ich würde wahrscheinlich einen großen Teil der aktuellen Lore zunächst zurückstellen, sie respektieren, aber eine neue zukünftige Geschichte für das alte und neue Publikum entwickeln, die deutlich mehr Sinn ergibt“, beschreibt Lehto seinen Ansatz.
Die Reaktionen auf diese Vorstellungen fielen dem Ausgangstext zufolge bei vielen Fans positiv aus. Lehto selbst bremst allerdings mögliche Erwartungen deutlich. Er arbeitet nicht an der aktuellen Ausrichtung der Reihe und hat keinen Einfluss auf die Entscheidungen rund um zukünftige Halo Projekte.
Halo Infinite
In diesem Zusammenhang äußerte er sich auch zu Asha Sharma, die im Ausgangstext als XBOX CEO bezeichnet wird. Lehto erklärte, Gespräche über die Zukunft von Halo seien zwar spannend, bezeichnete seine eigenen Vorstellungen jedoch als Wunschdenken. Gleichzeitig bezweifelte er mit sehr deutlichen Worten, dass seine Ideen bei der Führung von XBOX eine entscheidende Rolle spielen würden.
Entscheidend ist dabei der Kontext seiner Aussage. Lehto befindet sich nicht in dem Kreis, der über die weitere Entwicklung von Halo entscheidet. Seine Aussagen beschreiben daher seine persönliche Vorstellung davon, wie er die Serie gestalten würde, und keine angekündigte Strategie von XBOX oder den verantwortlichen Entwicklern.
Lehto sieht Outsourcing als zentrales Problem
Besonders deutlich wird Marcus Lehto bei einem weiteren Thema. Er spricht sich klar gegen die umfangreiche Auslagerung der Halo Entwicklung an externe Studios aus.
Für ihn sollte ein neues Halo von einem lokalen Team entwickelt werden, das eng miteinander arbeitet. Lehto argumentiert, dass die Verantwortung für ein solches Projekt nicht über zahlreiche Teams rund um den Globus verteilt werden sollte.
Seine Formulierung fällt entsprechend scharf aus. Halo müsse seiner Ansicht nach von einem gemeinsamen lokalen Team gebaut werden und dürfe nicht an Gruppen ausgelagert werden, denen aus seiner Sicht die direkte Bindung an die Qualität und Zukunft des Projekts fehlt.
Halo Studios – Unreal Engine 5
Lehto geht noch weiter und bezeichnet die Auslagerung als einen Faktor, der Halo „getötet“ habe. Damit macht er deutlich, welchen Stellenwert eine eng verbundene interne Entwicklungsstruktur für seine Vorstellung von Halo besitzt.
Eine kurzfristige Abkehr von diesem Modell zeichnet sich laut Ausgangstext allerdings nicht ab. Dort wird unter Berufung auf Rebs Gaming berichtet, dass Halo heute stärker denn je auf Outsourcing angewiesen sei.
Dem Bericht zufolge sollen an Halo: Campaign Evolved 15 verschiedene Studios beteiligt sein. Damit steht die aktuelle Produktionsstruktur deutlich im Gegensatz zu Lehtos Vorstellung eines konzentrierten Teams, das gemeinsam an einem Halo Projekt arbeitet.
Seine Kritik richtet sich deshalb nicht nur auf einzelne kreative Entscheidungen. Sie betrifft die grundlegende Art, wie ein großes Halo Spiel entwickelt wird. Für Lehto gehören kreative Ausrichtung und Entwicklungsstruktur offenbar unmittelbar zusammen.