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Schließung der Bethesda Studios: Game-Pass-Einnahme-Modell und Activision-Übernahme sind schuld

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Die Gründe für die Schließungen einiger Bethesda-Studios stehen im Zusammenhang mit Microsofts Game-Pass-Einnahmenmodell und der Übernahme von Activision, so Brad Hilderbrand, ehemaliger Mitarbeiter von Microsoft.

Microsofts Game-Pass-Abonnementmodell war ein Segen für die Spieler, denn es bietet gegen eine monatliche Gebühr Zugang zu Hunderten von Titeln. Für Spieleentwickler und -studios stellt dieses Modell jedoch eine Herausforderung dar, so Hilderbrand auf LinkedIn.

Das Game Pass-Paradoxon

Game Pass, der abonnementbasierte Spieledienst von Microsoft, bietet Spielern gegen eine monatliche Gebühr Zugang zu einer Fülle von Titeln. Aber hier ist das Paradoxon: Spiele, die über Game Pass angeboten werden, haben oft Schwierigkeiten, ihre Verkaufsziele zu erreichen. Und warum? Ganz einfach: Die Spieler möchten Spiele lieber im Rahmen eines Abonnements genießen, als den vollen Preis zu zahlen.

Microsoft versucht zwar, dies zu kompensieren, indem es den erfolgreichsten Xbox Game Pass-Spielen jeden Monat einen Teil der Einnahmen zuweist, aber das System hat seine Schwächen. Die meisten Spiele halten sich nicht länger als ein oder zwei Monate an der Spitze der Charts. Kombiniert man das mit dem stagnierenden Wachstum des Xbox Game Pass, hat man ein Rezept für finanzielle Instabilität.

Nehmen wir zum Beispiel “Hi-Fi Rush”. Trotz seiner hervorragenden Resonanz hatte das Spiel nur einen kurzen Umsatzschub als heißer Game Pass-Titel, bevor das Interesse abflaute. “Redfall” hingegen hatte aufgrund seines holprigen Starts nie eine Chance. Der Umsatzrückgang war sogar noch steiler.

Hi-Fi RUSH

Die Wachstumsschmerzen des Xbox Game Pass

Der Xbox Game Pass schien einst eine Goldgrube zu sein, insbesondere als die Nutzerbasis schnell wuchs. Doch das Wachstum hat sich verlangsamt, und die Einnahmen, die Game Pass generiert, halten nicht mit den Budgets Schritt, die für die Entwicklung hochwertiger Spiele erforderlich sind. Früher, als Xbox nur einen kleinen Teil des Gesamtgeschäfts von Microsoft ausmachte, wäre dies vielleicht kein Problem gewesen. Die Abteilung verdiente etwas Geld, aber was noch wichtiger war, sie kostete nicht viel.

Das änderte sich jedoch, als Microsoft auf Einkaufstour ging und Bethesda für eine beträchtliche Summe und Activision für atemberaubende 70 Milliarden Dollar erwarb. Jetzt muss die Xbox ihren Wert unter Beweis stellen und diese kolossalen Investitionen rechtfertigen. Die Ausgaben müssen bis auf die Knochen reduziert werden, und es wird erwartet, dass Xbox die 70 Milliarden Dollar wieder einspielt oder zumindest kein Geld verschlingt.

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Xbox Game Pass

Activision und Call of Duty

Die Übernahme von Activision war ein großer Schritt, aber sie hat Microsoft auch in eine prekäre Lage gebracht. Da das Umsatzwachstum ins Stocken geraten ist, setzt Xbox auf Spitzentitel wie “Redfall” und “Starfield”, um neue Game Pass-Abonnements zu gewinnen. Leider hat keines der beiden Spiele den erwarteten Aufschwung gebracht.

Die größte Hoffnung am Horizont liegt in “Call of Duty”, einem Franchise mit einer großen Fangemeinde. Allerdings gibt es einen Haken. Microsoft muss sich entscheiden, ob es “Call of Duty” gleich am ersten Tag in den Game Pass aufnimmt und damit möglicherweise große Umsatzeinbußen erleidet, oder ob es das Spiel nicht in den Game Pass aufnimmt und damit riskiert, Abonnenten zu verärgern, die sich betrogen fühlen könnten.

Es ist eine Situation, in der man nur verlieren kann. Entweder verliert Microsoft Geld, wenn es “Call of Duty” in den Game Pass aufnimmt, oder es riskiert eine Abonnentenrevolte, wenn es das Spiel ausschließt. Das Franchise wird gut dastehen, ebenso wie andere große Studios mit Mega-IP. Aber die kleineren Studios, wie die unter dem Dach von Bethesda, sind einem erheblichen Risiko ausgesetzt.

Die Auswirkungen auf kleinere Studios

Die Schließung der Bethesda-Studios ist nicht direkt auf das Management von Bethesda zurückzuführen, sondern vielmehr auf den allgemeinen finanziellen Druck, dem Microsoft jetzt ausgesetzt ist. Kleinere Studios, die innovative Spiele wie “Hi-Fi Rush” entwickeln, können nicht genügend Einnahmen erzielen, um das 70-Milliarden-Dollar-Loch zu stopfen, aus dem Microsoft herauskommen muss.

Wenn Xbox also den Gürtel enger schnallt, werden Studios, die keinen nennenswerten Beitrag zum Unternehmensergebnis leisten, wahrscheinlich geschlossen. Es ist eine bedauerliche Tatsache, dass kleinere Studios trotz der Qualität und Kreativität ihrer Spiele einfach nicht mit Giganten wie “Call of Duty” mithalten können.

Call of Duty: Mobile Saison 4

Quelle: LinkedIN
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