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Microsofts strategischer Schachzug: Absage des hauseigenen Fußballspiels, um EAs Unterstützung für die Xbox-Einführung zu sichern

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Xbox Duke Controller
Foto von Kote Puerto auf Unsplash

In einem aufschlussreichen Interview mit Kiwi Talkz erzählte der ehemalige Microsoft Executive Producer Garrett Young von einer wichtigen Entscheidung in der Geschichte der Spieleindustrie.

Microsoft, das den Erfolg seiner kommenden Xbox-Konsole sicherstellen wollte, brach man die Entwicklung eines eigenen Fußballspiels ab. Dieser Schritt war eine strategische Entscheidung, um sich die Unterstützung von Electronic Arts (EA) zu sichern – ein entscheidender Faktor, der für den Erfolg der Konsole notwendig war.

Young erinnerte sich im Rückblick auf seine vielfältige Karriere an die Arbeit an einem Fußballspiel für die ursprüngliche Xbox. Die Absage des Projekts kam direkt von Robbie Bach, einem leitenden Angestellten bei Microsoft. Bach betonte die Bedeutung der Unterstützung von EA für die Xbox und verwies auf den Misserfolg der Sega Dreamcast, der zum Teil auf das Fehlen von EA-Spielen zurückzuführen war, insbesondere von FIFA und Madden, die für die Attraktivität der Konsole auf dem internationalen bzw. dem US-Markt entscheidend waren.

Die Abwesenheit von EA auf der Dreamcast war laut Young darauf zurückzuführen, dass Sega sich weigerte, die Forderungen von EA zu erfüllen, die finanzielle Zugeständnisse und Exklusivitätsvereinbarungen beinhalteten. Diese Entscheidung, so Young weiter, führte zum Niedergang der Dreamcast. Microsoft hat aus den Erfahrungen von Sega gelernt und beschloss, denselben Fehler nicht zu wiederholen. Als Teil der Vereinbarung mit EA stimmte Microsoft zu, das hauseigene Fußballspiel zu streichen, um sicherzustellen, dass es keine Konkurrenz in diesem Genre gibt.

Wie Young andeutete, hätte es sich bei dem gestrichenen Spiel um eine Xbox-Version von “Microsoft International Soccer 2000” handeln können, einem PC-Spiel, das positive Kritiken erhalten hatte und als potenzieller Konkurrent der FIFA-Serie von EA angesehen wurde. Diese Entscheidung war zwar enttäuschend für das Entwicklerteam, wurde aber im Hinblick auf die allgemeinen strategischen Ziele von Microsoft und den erfolgreichen Start der Xbox als notwendig erachtet.

Rückblickend drückte Young eine Mischung aus Bedauern und Verständnis für diese Entscheidung aus. Auch wenn es faszinierend ist, sich vorzustellen, was hätte sein können, erwies sich die Partnerschaft zwischen Microsoft und EA letztendlich als vorteilhaft für den langfristigen Erfolg der Xbox.

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Quelle: timeextension.com
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