Phil Spencer
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Nach dem Release der Xbox One stand die Marke Xbox bei Microsoft wohl kurz vor dem Aus. Phil Spencer mit interessanten Einblick in die Geschehnisse und wie er zum Xbox Chef wurde.

Seit kurzem sind die beiden neuen Xbox Konsolen, Xbox Series X und Xbox Series S weltweit erhältlich Wahrscheinlich zockt Ihr bereits fleißig auf den Next-Gen-Konsolen. Wenn man sich nun das aktuelle Phil Spencer Interview mit den Kollegen von Shacknews durchliest, können wir froh sein, dass wir in dieser Woche weitere Konsolen aus dem Hause Microsoft bekommen haben.

Viele von euch erinnern sich wohl an das Reveal Desaster der Xbox One, wo es viel um TV, Kinect und Co. ging. Dazu sollte die Xbox One auch noch 100 Euro mehr, als der direkte Konkurrent PlayStation 4 kosten. Zu diesem Thema äußerte sich nun auch der aktuelle Xbox Chef Phil Spener. Wenn man das so hört bzw. liest, können wir froh sein, dass Phil den damaligen neuen Microsoft CEO, Satya Nadella umstimmen konnte

Hier ist der Auszug aus dem Interview mit Shacknews:

Was passierte, als Don ging, war, dass das Xbox-Team irgendwie… Nun, mehr als irgendwie: Es was innerhalb des Unternehmen auf eine Art und Weise verteilt und getrennt, die, wie ich sagen würde, für Xbox nicht wirklich machbar war. Das war vor der Einführung der Xbox One. Don ging im Juni, glaube ich, direkt nach der E3 dieses Jahres. Wir wollten im November starten. Wir hatten also noch Monate Zeit, um die Konsole tatsächlich auf den Markt zu bringen und zwar ohne einen Leiter, Marc Whitten, der eine Art Co-Manager war – er leitete das Plattformteam; ich leitete die First-Party-Studios. Ich habe in einem anderen Teil des Unternehmens weiterhin den Release von First-Party-Spiele durchgeführt.

Wir wurden also tatsächlich getrennt, so wie auch unser Marketing-Team ausgegliedert wurde. Wir teilten das Team, das unter Don zusammengehörte, in drei Teams auf, immer noch mit dem Ziel, diese Konsole mit Spielen auszuliefern, und das war schwierig. Ich glaube nicht, dass dies der beste Schritt für die Stabilität unserer Markteinführung war, aber Hut ab vor Marc und allen anderen: Wir haben es geschafft und wir haben die Xbox One größtenteils pünktlich auf den Markt gebracht. Ich würde sagen, es gab einige Teile der Plattform, die bei der Markteinführung noch nicht ganz fertig waren aber ein Lob an das Team [dafür, dass es getan hat, was es konnte].

Das war also im November. Marc ging nach Sonos. Satya Nadella… Wir hatten zu dieser Zeit auch keinen CEO bei Microsoft, weil Steve Ballmer gegangen war. Also wurde Satya im Februar zum CEO. Dann stellt sich die Frage, ob wir mit der Xbox vorankommen. Denn zu diesem Zeitpunkt werden wir auf dem Markt wirklich von PlayStation überflügelt. Investieren wir weiter in Xbox oder treffen wir eine andere Entscheidung?

Er und ich hatten eine Diskussion und ich machte einen Vorschlag. Ich sagte: “Wissen Sie, Videospiel können eine wirklich wichtige Verbraucherkategorie für das Unternehmen sein. Er verstand es noch nicht ganz, nicht vom Standpunkt der Intelligenz aus, aber er war einfach noch nicht so weit gekommen. Aber er war bereit, eine Wette auf uns als Team einzugehen. Und ich sagte: “Was ich brauche, wenn ich in die Rolle des Leiters dieser Gruppe schlüpfen will, ist, dass ich sie wieder zusammenbringen muss. Ich kann nicht mein Hardware-Team dort drüben und das Plattform-Team dort drüben und die Anderen dort drüben haben. Ich muss es als ein zusammenhängendes Team zurückbringen”. Und er stimmte dem zu. 

Ich glaube, der Grund dafür, dass ich in diesem Job gelandet bin, war, offen gesagt, dass die anderen Führungskräfte weg waren. Ich ziehe mich damit auf, dass ich die letzte Person war, die noch am Tisch saß, und daran ist etwas Wahres dran. Ich will sicherstellen, dass ich mein Ego im Zaum halte. Es war nicht klar: “Sie nehmen die Person, die die erste Partei leitete, und machen sie zum Chef der Plattform. Aber offen gesagt, von den Führern, die dort waren, war ich derjenige, der übrig blieb.