Spiele
Virtuos: Massenentlassungen und strategische Neuausrichtung
Virtuos steht mitten in einem strategischen Wandel, der den Dienstleister weg vom Remaster-Spezialisten hin zu einem Entwickler größerer und namhafter IPs führen soll.
TL;DR: Der Entwickler und Dienstleister Virtuos kündigt Massenentlassungen von rund 7 % der Belegschaft an, vor allem in China und den französischen Studios. Die Firma will sich strategisch neu positionieren, weg vom hart umkämpften Remaster-Markt hin zu größeren IP-Projekten wie Metal Gear Solid Δ. In Lyon kommt es derzeit zu Streiks gegen die Entlassungen.
Der asiatisch-europäisch-amerikanisch aufgestellte Entwicklerdienstleister Virtuos steckt in einer tiefgreifenden Umbruchphase. Rund 300 Mitarbeiter – etwa 7 % der Belegschaft – sind von Entlassungen bedroht. Besonders hart trifft es das chinesische Büro in Shanghai mit etwa 200 Stellenstreichungen, aber auch die drei französischen Standorte sind betroffen.
Massenentlassungen als Teil eines neuen Strategieplans
Virtuos wurde 2004 in Shanghai von Ex-Ubisoft-Mitarbeiter Gilles Langourieux gegründet und hat sich als Spezialist für Co-Development, Portierungen und Remaster einen Namen gemacht. Große Erfolge wie The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered stammen aus den französischen Studios. Doch die Firma will sich künftig von diesen kleineren, sehr umkämpften Remaster-Projekten abwenden und stattdessen auf größere Produktionen setzen – mit dem aktuellen Fokus auf Metal Gear Solid Δ.
- „Wettbewerbsfähigkeit“ ist das Schlagwort, das der Geschäftsführung bei der Ankündigung der Kürzungen an die Teams kommuniziert wurde.
- Virtuos investierte viel in die Qualität von Oblivion Remastered – jedoch ohne erfolgsabhängige Boni für die Mitarbeitenden. Das Spiel gilt vor allem als Schaufensterprojekt, dessen Rentabilität kritisch bewertet wird.
- Schon im Februar wurde eine Gehaltssteigerungspause und Bonuskürzung auf Konzernebene beschlossen – Entlassungen wurden damals noch verneint.
Aktuelle Proteste und Unsicherheit im Team
Bei Virtuos Lyon läuft aktuell ein Streik, der sich gegen die Kündigungen richtet und auch die weitere Eigenständigkeit der französischen Studios sichern soll. Die Zentralisierung und Verschmelzung der französischen Standorte hat bereits viele Mitarbeiter verunsichert.
Zudem gewinnt die generative KI langsam an Bedeutung: Schulungen wurden innerhalb eines Jahres von reinen Präsentationen zu verpflichtenden Trainings, was die Stimmung weiter belastet.
- Die allgemeine Stimmung ist geprägt von Frust, Erschöpfung und Vertrauensverlust gegenüber der Unternehmensführung.
- Die Belegschaft steht vor einer großen Herausforderung, während sich Virtuos neu positioniert und dabei alte Geschäftsmodelle verlässt.
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