Spiele
Borderlands 4 Release: Performance-Probleme und Steam-Frust
Gearbox Software und 2K hatten in den Monaten vor dem Launch großen Aufwand betrieben, um die Fans auf das neue Open-World-Konzept einzuschwören. Statt Begeisterung dominiert nun aber die Enttäuschung über technische Probleme, die vielen Spielern den Spaß am Spiel komplett verderben.
Borderlands 4 ist offiziell erschienen, doch anstatt Euphorie dominiert Frust. Besonders auf Steam hagelt es negative Bewertungen, da viele Spieler über gravierende Performance-Probleme klagen.
Nach einer langen Marketingphase von 2K und Gearbox ist Borderlands 4 endlich veröffentlicht worden. Als erster vollwertiger Open-World-Ableger der beliebten Shooter-Reihe sollte der Titel neue Maßstäbe setzen. Doch die Euphorie wird von einem großen Problem überschattet: Die PC-Version kämpft mit massiven technischen Schwierigkeiten, die das Spielerlebnis vieler Fans stark beeinträchtigen.
Bereits wenige Stunden nach dem Release häuften sich auf Steam tausende Rezensionen, von denen 41 Prozent negativ ausfielen. Im Zentrum der Kritik stehen vor allem schwache Optimierung und instabile Performance. Während Konsolen-Spieler kleinere Probleme wie eine fehlende Sichtfeld-Regelung bemängeln, berichten PC-Spieler in vielen Fällen davon, dass sich das Spiel gar nicht erst starten lässt.
Frust in der Community
Ein besonders stark beachtetes Review bringt die Situation auf den Punkt. Der Nutzer schreibt: „Keiner meiner Freunde kommt über das Hauptmenü hinaus. Wenn man das Spiel beendet und neu startet, schließt es die alte Instanz nicht und belegt weiterhin den gesamten Arbeitsspeicher.“
Diese Worte spiegeln die Frustration wider, die sich derzeit in der Community breitmacht. Ein anderer Spieler, der Borderlands 4 als Rezensionsexemplar erhalten hat, prägte den spöttischen Spitznamen „Stutterlands 4“, der sich mittlerweile in Foren und sozialen Netzwerken verbreitet.
Borderlands 4: Anspruch trifft auf Realität
Auf dem Papier präsentiert sich Borderlands 4 als technische Weiterentwicklung. Dank Unreal Engine 5 glänzt das Spiel mit beeindruckenden Effekten, dynamischen Lichtquellen, realistischen Reflexionen und nahtlosen Übergängen zwischen verschiedenen Spielbereichen. Optisch wirkt es wie der bisher größte und ambitionierteste Teil der Reihe.
Doch sobald man ins Spiel eintaucht, zeigt sich ein anderes Bild: Ruckler, Framedrops und ungewöhnliche Ladehänger ziehen sich durch die Erfahrung. Besonders ärgerlich ist, dass selbst High-End-Hardware wie eine RTX 4080 oder RTX 5080 Schwierigkeiten hat, konstante 60 FPS bei 4K mit aktiviertem DLSS zu erreichen. Für Spieler mit durchschnittlichen Systemen ist die Situation noch ernüchternder.
Ein weiterer Nutzer fasste seinen Unmut knapp zusammen und schrieb: „Furchtbare, furchtbare Performance. Das Schlimmste, was ich je erlebt habe. Selbst auf niedrigen Einstellungen mit FSR erreichte ich auf meiner RX 6900 XT keine 60 FPS.“
Mehr als 4.000 Steam-Nutzer reagierten auf diesen Kommentar, was zeigt, wie weit verbreitet die Probleme tatsächlich sind.
Ausblick
Trotz der massiven Kritik bleibt Borderlands 4 ein Spiel mit großem Potenzial. Die offene Welt, die technischen Ambitionen und die bewährte Mischung aus Action und Humor könnten langfristig für Begeisterung sorgen – sofern die gravierenden technischen Probleme zeitnah gelöst werden. Für den Moment aber trägt der neue Serienableger zurecht den von Fans vergebenen Beinamen „Stutterlands“, der den missglückten Start treffend beschreibt.
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