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Die Wette auf das Handheld-Gaming: Wie wird sich das ROG Xbox Ally schlagen?

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Handheld
Symboldbild: Foto von Glenn Carstens-Peters auf Unsplash

Handheld-Konsolen galten lange als nostalgische Relikte, irgendwo zwischen Gameboy, Nintendo DS und staubigen Erinnerungen an Autofahrten mit flimmernden Displays.

Doch die letzten Jahre haben gezeigt, dass das tragbare Spielen keineswegs aus der Zeit gefallen ist. Stattdessen erlebt es ein Comeback, das so kraftvoll wirkt wie ein frisch aufgeladener Akku nach einer langen Gaming-Nacht.

Warum Handhelds wieder im Trend liegen

Die Faszination für Handhelds speist sich aus zwei völlig unterschiedlichen Strömungen. Auf der einen Seite stehen die Klassiker, die seit Jahrzehnten in Schubladen schlummern und nun wiederentdeckt werden.

Gebrauchte Gameboys wechseln auf Plattformen wie eBay zu erstaunlichen Preisen den Besitzer, die Nachfrage nach Nintendo-3DS oder PlayStation-Vita bleibt ungebrochen. Der Grund ist einfach: Diese Geräte haben etwas, das selbst die leistungsstärkste Hardware nicht liefern kann. Sie riechen nach Jugend, nach Cartridges, die man noch ins Gerät pusten musste, wenn sie nicht sofort funktionierten.

Auf der anderen Seite entstehen hochgerüstete Handhelds, die in Sachen Leistung eher mit Gaming-PCs konkurrieren als mit Retro-Spielzeugen. OLED-Displays, hochfrequente Bildraten, Virtual Reality Ready.

Die technischen Eckdaten lesen sich wie eine Kampfansage an den stationären Rechner. Zwischen Couch, Pendelstrecke und Hotelzimmer wird plötzlich überall gespielt. Es ist dieses Spannungsfeld mit nostalgischem Minimalismus und modernem Alles-Könner, das den Markt so spannend macht.

Was steckt hinter dem ROG Xbox Ally?

Die erste Asus ROG Ally erschien 2023 und war eine Art Generalprobe. Ein Windows-basiertes Handheld, das versuchte, PC-Gaming unterwegs zugänglich zu machen. Die Resonanz war gemischt: technisch beachtlich, preislich ambitioniert, aber mit einigen Kinderkrankheiten in Sachen Akkulaufzeit und Softwareintegration.

Mit der ROG Xbox Ally ist nun etwas Neues entstanden. Asus und Microsoft haben sich zusammengetan, um einen Handheld zu entwickeln, der nicht nur als portabler PC funktioniert, sondern auch tief ins Xbox-Ökosystem eingebettet ist. Damit wird das Gerät zur Mischform aus Konsole und Computer.

Offiziell angekündigt ist der Start bereits, die Vorbestellungen sollen rund um die Gamescom beginnen. Dass schon Zubehör wie ein dbrand-Schutzcase öffentlich auftaucht, zeigt, dass die Maschine ernsthaft in den Markt drängt.

Zwei Modelle sorgen für Furore

Asus setzt nicht nur auf ein Modell, sondern gleich auf zwei. Die weiße Basisversion trägt schlicht den Namen ROG Xbox Ally, die schwarze Ausführung nennt sich Ally X. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Geräte äußerlich vor allem durch die Farbgebung, aber der Teufel steckt im Inneren.

Die Standardversion ist für klassisches 720p-Gaming optimiert. Ein AMD Ryzen Z2 A, 16 GB RAM und eine 512 GB SSD sorgen für ordentlich Leistung, wenn auch mit begrenztem Speicherplatz. Der Akku ist mit 60 Wh solide, aber nicht überragend.

Ganz anders die Ally X: Hier arbeitet der Ryzen Z2 Extreme mit integrierter NPU. Das bedeutet nicht nur mehr Power, sondern auch die Option, in Zukunft KI-gestützte Features wie intelligentes Upscaling oder Frame Generation zu nutzen. 24 GB RAM, eine 1 TB SSD und ein größerer Akku mit 80 Wh runden das Paket ab. In der Praxis soll damit 1080p-Gaming auf einem Handheld möglich werden.

Preisfragen und Verfügbarkeit

Die spannende Frage lautet: Was kostet der Spaß? Offizielle Preise stehen kurz vor der Bestätigung, aber verlässliche Leaks nennen 549 Dollar für die Basisversion und 899 Dollar für das Ally X. In Europa dürfte sich der Preis bei rund 599 Euro beziehungsweise 899 Euro einpendeln.

Vorbestellungen sollen pünktlich zur Gamescom am 20. August starten, der Marktstart ist für Mitte Oktober 2025 geplant. Ob das weltweit oder zunächst nur in bestimmten Regionen geschieht, bleibt offen. Interessant ist auch, dass bereits Zubehör auftaucht und Bundles mit Game Pass Ultimate im Gespräch sind. Solche Pakete könnten den Kauf attraktiver machen, denn gerade ein direkter Zugang zum Game Pass würde die Xbox-Integration noch stärker unterstreichen.

Ein weiterer Aspekt betrifft mögliche Sonderaktionen zum Launch, die in der Gaming-Welt gelegentlich an das Prinzip mit Bonus Crab Aktionen erinnern. Gemeint sind Bonusinhalte oder kleine Extras, die bestimmte Spiele beim Kauf der Konsole oder über ein Bundle noch attraktiver machen. Während bei klassischen Casino-Angeboten Freispiele oder Gutschriften locken, könnten es bei der ROG Xbox Ally exklusive Skins, Zusatzlevel oder ein paar Monate Game Pass sein.

Apropos Gambling: Klar ist jedoch, dass Glücksspielthemen wie Poker oder Online-Casinos hier außen vor bleiben. Stattdessen liegt der Fokus auf Games, die ein möglichst breites Publikum ansprechen und von großen Blockbuster-Titeln bis hin zu Indie-Produktionen reichen.

Die große Stärke

Die größte Innovation des ROG Xbox Ally ist nicht allein die Hardware, sondern die Software. Statt mit einem klassischen Windows-Desktop zu starten, bootet das Gerät mit der Xbox Full Screen Experience. Eine Oberfläche, die auf Controller-Steuerung ausgelegt ist und den Eindruck vermittelt, man halte eine Konsole in den Händen.

Dazu kommt die volle Integration von Xbox-Diensten. Game Pass Ultimate öffnet den Zugang zu einer riesigen Bibliothek, Play Anywhere sorgt für nahtlose Spielstände zwischen Konsole und PC, Cloud Gaming bringt AAA-Titel ohne Installation auf den Bildschirm. Ergänzt wird das Ganze durch Remote Play für die eigene Xbox im Wohnzimmer.

Die Ally X punktet zusätzlich mit ihrer NPU. Noch sind die Einsatzmöglichkeiten überschaubar, aber die Entwicklung deutet in eine Richtung, in der KI-Gamingfeatures wie dynamische Optimierungen selbstverständlich werden könnten.

Auch spannend: Durch die Unterstützung von eGPUs und Docks lässt sich die Ally im Handumdrehen zu einem Desktop-Ersatz verwandeln. Wer also unterwegs spielen und daheim am großen Monitor weitermachen möchte, bekommt ein Gerät für beide Szenarien.

Wo ordnet sich das Ally ein?

Der Markt für Handhelds ist 2025 deutlich umkämpfter als noch vor wenigen Jahren. Valve hat mit dem Steam Deck OLED eine solide Basis geschaffen. Das OLED-Display bringt satte Farben, die Bedienung mit SteamOS ist intuitiv, und die Preise sind vergleichsweise fair. Aber in Sachen Leistung stößt das Gerät schneller an Grenzen, und eGPU-Support sucht man vergebens.

Nintendo bleibt mit der Switch, trotz technischer Unterlegenheit, weiterhin eine feste Größe. Der Grund liegt im Spielkatalog. Marken wie Zelda, Mario oder Pokémon sind für viele Grund genug, bei Nintendo zu bleiben. Die Switch verkauft nicht High-End-Technik, sondern Erlebnis und Lifestyle.

Daneben tauchen immer mehr Mitbewerber auf: Legion Go S, MSI Claw 8 AI+ oder Zotac Zone konkurrieren um Aufmerksamkeit. Jedes Modell bringt seine Stärken mit, sei es Displaygröße, Akku oder Ergonomie.

Doch die ROG Xbox Ally besitzt ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Handheld bieten kann: die tiefe Verzahnung mit dem Xbox-Universum, kombiniert mit der Offenheit eines Windows-PCs.

Reicht die Kombination aus Technik und Xbox-Marke für den Durchbruch?

Die Chancen liegen klar auf der Hand. Microsoft und Asus spielen mit einem starken Trumpf, denn die Xbox-Integration sorgt für Komfort, den kein anderes Gerät in dieser Form bietet.

Für bestehende Xbox-Spieler ist es fast ein nahtloser Übergang, einfach weiterzuspielen, egal ob auf Konsole, PC oder Handheld. Mit zwei Modellen werden sowohl preisbewusste Käufer als auch Enthusiasten bedient.

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