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Call of Duty zwingt Microsoft zur Game-Pass-Erhöhung, laut Bloomberg Bericht

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Call of Duty: Black Ops 6 - Xbox Game Pass

Ein Bloomberg-Bericht enthüllt, dass Microsoft mit dem Xbox Game Pass hunderte Millionen Dollar verliert – vor allem durch die Integration von Call of Duty. Die daraus folgende Preiserhöhung um 50 Prozent sorgt weltweit für Kritik.

Der Xbox Game Pass steht unter massivem Druck. Laut einem exklusiven Bericht von Bloomberg kämpft Microsoft mit sinkenden Einnahmen und hohen Kosten – und reagiert nun mit einer drastischen Preiserhöhung um 50 Prozent für den Xbox Game Pass Ultimate.

Diese Enthüllungen haben nicht nur Spieler, sondern auch Politiker auf den Plan gerufen. Besonders FTC-Chefin Lina Khan sieht ihre Warnungen bestätigt: Microsofts Machtkonzentration in der Gaming-Branche führe zu Preissteigerungen, Arbeitsplatzverlusten und geschwächtem Wettbewerb.

Damit treffen wirtschaftliche Realität und politische Kritik aufeinander – und werfen ein Schlaglicht auf die Risiken von Microsofts milliardenschwerer Abo-Strategie.

Ein Bloomberg-Bericht deckt interne Probleme auf

Laut dem Bloomberg-Bericht von Cecilia D’Anastasio hat Microsoft mit seinem Abodienst über 300 Millionen US-Dollar an entgangenen Verkäufen von „Call of Duty auf Xbox und PC verloren.

Das Problem: Mit dem Ziel, den Game Pass als zentrales Aushängeschild der Xbox-Plattform zu etablieren, nahm Microsoft einen massiven Umsatzeinbruch bei klassischen Spieleverkäufen in Kauf.

Game Pass hat nicht das explosive Wachstum geliefert, das Microsoft nach der Activision-Übernahme erwartet hatte, zitiert Bloomberg den Analysten Joost Van Dreunen. „Die Infrastrukturkosten stehen in keinem Verhältnis zum derzeitigen Preisniveau.“

Kurz gesagt: Der Game Pass hat Millionen Spieler gewonnen – aber Milliarden Dollar verschlungen.

Call of Duty: Black Ops 6 Season 1

Von 10 auf 30 US-Dollar: Der Preis für Microsofts Vision

Seit seiner Einführung im Jahr 2017 hat sich der Preis des Game Pass von 10 Dollar auf 30 US-Dollar pro Monat verdreifacht. Was als günstiges, revolutionäres Angebot begann, ist inzwischen ein Premiumprodukt geworden.

In der offiziellen Mitteilung erklärt Xbox, man wolle „mehr Flexibilität und Wahlmöglichkeiten“ bieten. Doch Bloomberg macht klar: Der wahre Grund ist wirtschaftlicher Druck. Die hohen Produktionskosten neuer Spiele – kombiniert mit teurer Serverinfrastruktur und sinkenden Vollpreisverkäufen – lassen Microsoft kaum Spielraum.

Call of Duty: Die teuerste Lektion der Abo-Welt

Die Entscheidung, Call of Duty“ in den Game Pass aufzunehmen, gilt laut Bloomberg als einer der kostspieligsten strategischen Fehler in Microsofts jüngster Geschichte.

Während die Serie mit Call of Duty: Black Ops 6 2024 das meistverkaufte Spiel in den USA war, entfielen über 82 Prozent der Verkäufe auf die PlayStation. Xbox hingegen verlor signifikante Umsätze, weil viele Spieler das Spiel lieber über das Abo nutzten.

Der frühere Xbox-Manager Shannon Loftis schrieb dazu:

„Game Pass kann kleinere Titel retten, die sonst untergegangen wären. Aber bei großen Spielen ersetzt es Verkaufsumsätze durch Abo-Einnahmen – und die sind deutlich geringer.“

So wurde Call of Duty zum Paradebeispiel dafür, dass Abos nicht automatisch Profit bedeuten.

Lina Khan: „Marktkonzentration schadet den Spielern“

Die FTC-Vorsitzende Lina Khan griff den Bloomberg-Bericht auf und nutzte ihn als Beleg für ihre Kritik an Microsofts Marktmacht. In einem Tweet schrieb sie:

„Microsofts Übernahme von Activision wurde von erheblichen Preiserhöhungen und Entlassungen begleitet – zum Schaden von Spielern und Entwicklern.“

Khan hatte 2023 vergeblich versucht, den Activision-Deal zu blockieren. Microsoft versprach damals, die Fusion würde den Wettbewerb stärken und keine Preissteigerungen nach sich ziehen.

Nun, zwei Jahre später, zeigt der Bloomberg-Bericht genau das Gegenteil: steigende Preise, sinkende Margen und wirtschaftlicher Druck, den der Konzern auf seine Nutzer abwälzt.

Activision Blizzard - Xbox

Hinter den Kulissen: Microsofts Kampf um Profitabilität

Bloomberg zitiert sieben aktuelle und ehemalige Xbox-Mitarbeiter, die von wachsender Unzufriedenheit innerhalb des Unternehmens sprechen.

Das Game-Pass-Modell, so die Insider, sei intern längst umstritten. Neue Spiele wie Starfield, Forza Motorsport oder Halo Infinite hätten zwar Abos angekurbelt, aber den klassischen Verkaufserlös stark geschmälert.

Seit Anfang 2024 hat Microsoft über 2.500 Stellen in der Xbox-Sparte gestrichen. Mehrere geplante Spiele wurden eingestellt. Finanzchefin Amy Hood forderte die Division auf, neue Wege zur Gewinnsteigerung zu finden.

Der Bloomberg-Bericht beschreibt ein Unternehmen, das zwischen Vision und Realität feststeckt: Einerseits will Microsoft den Game Pass als Zukunftsmodell etablieren, andererseits zwingt die Wirtschaftlichkeit zum Umdenken.

Streaming-Vergleich: Die Netflix-Falle im Gaming

Die Situation erinnert an die Streaming-Krise im Film- und Serienmarkt. Netflix und Disney+ starteten mit niedrigen Preisen, um Nutzer zu gewinnen, und sahen sich später gezwungen, diese mehrfach zu erhöhen.

Bloomberg zieht die Parallele: „Wie bei Netflix hat Microsoft den Fehler gemacht, zu viel zu früh anzubieten – und jetzt zahlt es den Preis.“

Das „All-you-can-play“-Prinzip funktioniert, solange die Nutzerbasis stark wächst. Doch sobald der Markt gesättigt ist, führen steigende Produktions- und Lizenzkosten zu einem Teufelskreis aus Preiserhöhungen und Kündigungen.

Netflix

Der Game Pass als Wendepunkt für die Branche

Mit mehr als 34 Millionen Abonnenten bleibt der Xbox Game Pass einer der größten Gaming-Dienste der Welt. Doch laut Bloomberg stagniert das Wachstum seit 2022.

Während Sony mit PlayStation Plus bewusst auf exklusive Day-One-Releases verzichtet, um Margen zu sichern, geht Microsoft das größere Risiko ein – mit gemischten Ergebnissen.

Branchenanalysten sehen im aktuellen Bloomberg-Bericht ein Warnsignal: Wenn selbst Microsoft seine Preisstrategie anpassen muss, werden andere Anbieter folgen. Das Abo-Modell steht vor einer Neubewertung, ähnlich wie im Video-Streaming-Markt.

Fazit: Microsofts Game Pass – Erfolg mit Schattenseiten

Der Bloomberg-Bericht enthüllt, was viele Analysten ahnten: Der Xbox Game Pass ist ein technischer Triumph, aber ein finanzielles Problem.

Microsoft hat Millionen Spieler gewonnen, aber gleichzeitig seine Gewinnmargen untergraben. Mit der Preiserhöhung versucht der Konzern nun, das Gleichgewicht wiederherzustellen – auf Kosten der Spieler.

Lina Khans Kritik trifft damit den Kern: Eine Branche, die von wenigen großen Akteuren dominiert wird, läuft Gefahr, Innovation und Vielfalt zu opfern. Der Game Pass war als Revolution gedacht – doch jetzt zeigt sich, dass selbst Revolutionen Rechnungen schreiben müssen.

Für dich als Spieler bedeutet das: Mehr Auswahl, aber weniger Kontrolle. Und vielleicht das Ende der goldenen Ära des günstigen Gamings.

Call of Duty: Black Ops 6

Quelle: Bloomberg
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