ROG Xbox Ally
ROG Xbox Ally X: Preiserhöhung in Japan trifft High-End-Modell
Steigende RAM-Kosten treiben den Preis des ROG Xbox Ally X in Japan spürbar nach oben.
Das ROG Xbox Ally X steht im Mittelpunkt einer deutlichen Preisänderung in Japan. Asus hat den Preis des leistungsstärkeren Handheld-Gaming-PCs dort um 30.000 Yen angehoben. Das entspricht umgerechnet fast 200 US-Dollar. Für dich als Spieler ist das eine Entwicklung, die weit über eine regionale Anpassung hinausweist, denn sie könnte ein Signal für den gesamten Hardwaremarkt sein.
Zum Marktstart lag der Preis des ROG Xbox Ally in Japan bei 89.800 Yen. Das höher ausgestattete Modell, das ROG Xbox Ally X, kostete 139.800 Yen. Nun verlangt Asus für die X-Variante 169.800 Yen auf der offiziellen Website. Das Standardmodell bleibt dagegen unverändert.
Eine offizielle Begründung für die Preiserhöhung gibt es bislang nicht. Branchenbeobachter sehen jedoch einen klaren Zusammenhang mit steigenden Kosten für schnellen Arbeitsspeicher und Speicherlösungen.
Warum trifft es nur den ROG Xbox Ally X?
Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der verbauten Hardware. Der ROG Xbox Ally verfügt über 16 GB LPDDR5-6400 RAM und 512 GB Speicher. Das ROG Xbox Ally X geht deutlich weiter. Er bietet 24 GB LPDDR5X-8000 RAM sowie 1 TB Speicherplatz.
Gerade der schnellere LPDDR5X-8000-Speicher gilt als besonders gefragt. Seine höhere Taktfrequenz sorgt für bessere Performance, vor allem bei speicherintensiven Anwendungen und modernen Spielen. Wenn du auf hohe Bildraten und kurze Ladezeiten Wert legst, profitierst du direkt von dieser Ausstattung. Gleichzeitig ist genau diese Komponente aktuell schwerer verfügbar und teurer in der Beschaffung.
Dass nur das X-Modell im Preis steigt, spricht dafür, dass die Kosten für diese spezifischen Bauteile ausschlaggebend sind. Das günstigere Modell nutzt weniger schnellen und damit weniger kostenintensiven Arbeitsspeicher. Entsprechend bleibt dessen Preis stabil.
Für dich bedeutet das eine klare Differenzierung zwischen den Varianten. Während das ROG Xbox Ally weiterhin als Einstieg in die Welt der Xbox-nahen Handheld-PCs positioniert ist, rückt das ROG Xbox Ally X stärker in ein Premiumsegment, das empfindlicher auf Schwankungen im Komponentenmarkt reagiert.
ROG Xbox Ally
Noch keine Preiserhöhung außerhalb Japans
Aktuell gibt es keine Bestätigung, dass die Preissteigerung auch andere Regionen betrifft. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bleiben die Preise außerhalb Japans auf dem ursprünglichen Niveau. Das gilt sowohl für das Basismodell als auch für den ROG Xbox Ally X.
Diese regionale Begrenzung ist ein wichtiger Faktor. Sie zeigt, dass Asus die Entwicklung offenbar zunächst lokal abfedert oder testet. Ob es bei dieser isolierten Anpassung bleibt, hängt stark von der weiteren Entwicklung der Speicherpreise ab.
Der Blick auf die Konkurrenz verdeutlicht die Situation zusätzlich. Valve, Hersteller des Steam Deck, hat diese Woche mitgeteilt, dass es in einigen Regionen zeitweise zu Lieferengpässen kommt. Als Grund werden ebenfalls Engpässe bei Speicher und Arbeitsspeicher genannt. Damit ist klar, dass das Problem nicht auf einen einzelnen Hersteller beschränkt ist.
ROG Xbox Ally X und Steam Deck im direkten Umfeld
Das ROG Xbox Ally X und das Steam Deck gelten derzeit als die prominentesten Handheld-PCs auf dem Markt. Beide Geräte richten sich an Spieler, die PC-Titel mobil nutzen möchten, ohne auf umfangreiche Bibliotheken verzichten zu müssen.
Wenn Engpässe bei RAM und Speicher die Produktion beeinflussen, geraten diese Geräte besonders unter Druck. Sie sind auf moderne Komponenten angewiesen, um aktuelle Spiele flüssig darstellen zu können. Steigen die Einkaufspreise für diese Bauteile, schrumpfen die Margen der Hersteller oder die Kosten werden an dich als Käufer weitergegeben.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass die Belastung im Markt anhält. Tech-Unternehmen müssen ihre Produktstrategien anpassen. Das betrifft nicht nur Handhelds, sondern möglicherweise auch kommende Konsolengenerationen.
Ein Bericht von Bloomberg verweist auf interne Quellen, laut denen Sony eine mögliche PlayStation 6 erst 2028 oder 2029 veröffentlichen könnte, falls sich die Situation bei Speicher und Komponenten bis dahin entspannt. Zudem wird berichtet, dass Nintendo eine Preisanpassung für die Nintendo Switch 2 in diesem Jahr prüft.