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Battlefield 6 verschärft den Kampf gegen Cheater in Season 3

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Battlefield 6 - Season 3

Mit Season 3 erweitert Battlefield 6 seine Anti-Cheat-Maßnahmen deutlich und führt neue Erkennungssysteme, strengere Sicherheitsanforderungen sowie mehr Transparenz bei Sperren ein.

Mit dem Start von Season 3 legt Battlefield 6 einen deutlich stärkeren Fokus auf Fairness und Match-Integrität. Besonders die Einführung des Ranked-Modus erhöht die Bedeutung eines sauberen Wettbewerbs. Dadurch steigt gleichzeitig die Attraktivität des Spiels für Cheater und andere Regelverstöße.

Die Entwickler haben die zweite Hälfte von Season 2 genutzt, um neue Erkennungssysteme vorzubereiten und bestehende Sicherheitsmaßnahmen auszubauen. Einige dieser Systeme waren bereits im Hintergrund aktiv, andere wurden nun gezielt mit dem Start der neuen Saison freigeschaltet.

Laut den Verantwortlichen stehen dabei sowohl technische Erkennungsmethoden als auch organisatorische Maßnahmen im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Einfluss von Cheatern auf reguläre Matches und insbesondere auf den kompetitiven Bereich möglichst stark zu reduzieren.

Neue Modelle erkennen verdächtiges Verhalten

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Anti-Cheat-Offensive sind erweiterte Verhaltensmodelle auf Basis von maschinellem Lernen.

Diese Systeme sollen Spieler identifizieren, die absichtlich den Spielablauf anderer Teilnehmer beeinträchtigen. Dazu zählen verschiedene Formen von unsportlichem Verhalten, die über normale Konkurrenzsituationen hinausgehen.

Zu den erfassten Verhaltensweisen gehören unter anderem:

  • Stream-Sniping
  • Bewusste Sabotage des eigenen Teams
  • Blockieren von Fahrzeug-Spawnpunkten
  • Absprachen zwischen Spielern
  • Win-Trading
  • Manipulation von Matches

Nach Angaben der Entwickler nahm dieses Verhalten gegen Ende von Season 2 spürbar zu. Die nun trainierten Modelle sollen dabei helfen, entsprechende Verstöße zuverlässiger zu erkennen und zu ahnden.

Battlefield 6 Season 3

Verbesserte Bot-Erkennung soll automatisierte Accounts stoppen

Neben klassischen Cheats rücken auch Bots stärker in den Fokus der Anti-Cheat-Teams.

Bereits seit Season 1 beobachteten die Entwickler einen Anstieg verschiedener Bot-Dienste für Battlefield 6. Während herkömmliche Bots häufig relativ einfach erkannt werden können, setzen Betreiber inzwischen zunehmend auf Cloud-Gaming-Dienste, um ihre Aktivitäten zu verschleiern.

Dadurch wird es schwieriger, die verwendeten Programme und Eingabemethoden direkt nachzuweisen.

Als Reaktion darauf wurden zahlreiche neue Erkennungsmechanismen und Analysemodelle entwickelt. Diese sollen die Mehrheit der beteiligten Accounts und Geräte identifizieren können.

Die betroffenen Bots werden laut den Entwicklern für verschiedene Regelverstöße eingesetzt. Dazu gehören Werbespam für Cheats und Dienstleistungen, gezielte Sabotage innerhalb von Matches oder das absichtliche Verschenken von Abschüssen und Siegen an andere Spieler.

Die Verantwortlichen erwarten durch die neuen Systeme einen deutlichen Rückgang solcher automatisierten Accounts.

Schnellere Sperren bei bestätigten Verstößen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Geschwindigkeit von Sanktionen.

Traditionell setzen viele Anti-Cheat-Systeme auf sogenannte Bannwellen. Dabei werden erkannte Cheater gesammelt und erst zu einem späteren Zeitpunkt gleichzeitig gesperrt. Dieses Vorgehen erschwert es Cheat-Entwicklern, neue Erkennungsmethoden unmittelbar zu analysieren und zu umgehen.

Allerdings bedeutet dieses Verfahren auch, dass auffällige Spieler teilweise über längere Zeit weiterhin Matches beeinflussen können.

Um dieses Problem zu reduzieren, kombiniert Battlefield 6 künftig Bannwellen mit zusätzlichen Regeln und Schwellenwerten.

Erreicht ein markierter Account bestimmte Kombinationen aus Meldungen, Aktivitätsmustern oder auffälligen Statistiken, kann eine Sperre sofort ausgelöst werden. Dadurch soll sich die durchschnittliche Zeit zwischen Erkennung und Sanktion deutlich verkürzen.

Battlefield 6 Season 3

Battlefield 6 Season 3

Strengere Sicherheitsanforderungen für Battlefield 6

Neben der direkten Cheat-Erkennung spielen auch Hardware- und Betriebssystemfunktionen eine zunehmend wichtige Rolle.

TPM wird künftig konsequent vorausgesetzt

Die Entwickler kündigen an, die Anforderungen rund um TPM künftig strenger durchzusetzen.

In der Vergangenheit gab es Ausnahmen für Spieler, die aufgrund technischer Probleme keinen vollständigen TPM-Support aktivieren konnten. Gemeinsam mit Hardware-Herstellern wurden laut Angaben der Entwickler jedoch Lösungen für viele dieser Fälle geschaffen.

Deshalb soll die TPM-Anforderung nun konsequent umgesetzt werden.

Besonders interessant ist dabei die Verteilung innerhalb der aktuellen Spielerschaft. Nach Angaben des Teams nutzen bereits 98,76 Prozent aller aktiven Spieler vollständig kompatible und korrekt konfigurierte Hardware.

Bei den verbleibenden 1,24 Prozent wurden laut den Verantwortlichen überdurchschnittlich häufig Emulatoren, manipulierte Hardware-Identitäten oder Aktivitäten im Zusammenhang mit Bots und Cheats festgestellt.

HVCI und VBS bleiben weiterhin in Prüfung

Auch die Sicherheitsfunktionen HVCI und VBS stehen im Fokus.

Diese Technologien sind bereits seit dem Start von Battlefield 6 Teil der Systemanforderungen, wurden bislang jedoch nicht aktiv durchgesetzt.

Die Entwickler prüfen derzeit verschiedene Möglichkeiten für einen zukünftigen Einsatz. Eine Option wäre, die Funktionen nur bei Spielern mit verdächtigen Aktivitäten zu verlangen. Ebenso denkbar wäre eine Verpflichtung für Ranked-Partien oder für offizielle Turniere.

Eine endgültige Entscheidung wurde bislang noch nicht getroffen.

Anti-Cheat-Team wächst weiter

Parallel zu den technischen Maßnahmen wird auch das Personal aufgestockt.

Die Anti-Cheat-Abteilung erhält zusätzliche Mitarbeiter in mehreren Bereichen. Dazu gehören operative Teams, Ingenieure und Spezialisten für Bedrohungsanalysen.

Durch diese Erweiterung sollen mehr Ressourcen für Untersuchungen, die Analyse von Spielermeldungen und die Entwicklung neuer Schutzmechanismen zur Verfügung stehen.

Die Verantwortlichen betonen, dass dadurch sowohl bestehende Systeme verbessert als auch neue Maßnahmen schneller umgesetzt werden können.

BF_SledgeHammer soll direkter mit der Community kommunizieren

Eine weitere Neuerung betrifft die Kommunikation mit der Community.

Mit BF_SledgeHammer wurde ein spezieller Account geschaffen, über den Anti-Cheat-Mitarbeiter künftig direkt mit Spielern in Kontakt treten können.

Die Testphase konzentriert sich zunächst auf die offiziellen EA-Foren und die Steam-Diskussionen zu Battlefield 6.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fällen, in denen Spieler behaupten, zu Unrecht gesperrt worden zu sein oder angebliche Sperrmitteilungen veröffentlichen.

In ausgewählten Situationen kann BF_SledgeHammer zusätzliche Informationen bereitstellen und die Rechtmäßigkeit einer Sperre bestätigen. Dazu können beispielsweise Chat-Protokolle oder Angaben zum ursprünglichen Kontonamen gehören, sofern diese Informationen die Sicherheitsmaßnahmen nicht gefährden.

Gleichzeitig stellen die Verantwortlichen klar, dass sie keine öffentlichen Garantien für die Unschuld einzelner Konten geben werden. Ein heute unauffälliger Account könne jederzeit gegen die Regeln verstoßen oder von Dritten kompromittiert werden.

Mehr Transparenz durch zusätzliche VAC-Sperren

Um bestätigte Cheater für Spieler leichter erkennbar zu machen, führt Battlefield 6 eine weitere Maßnahme ein.

Künftig sollen bestätigte Verstöße zusätzlich mit einer VAC-Sperre versehen werden.

Die Entwickler erhoffen sich davon eine bessere Sichtbarkeit von Sanktionen und gleichzeitig eine Verringerung von Fehlinformationen rund um gesperrte Accounts.

Gerade bei kontrovers diskutierten Fällen soll dadurch nachvollziehbarer werden, ob tatsächlich eine bestätigte Regelverletzung vorliegt.

Battlefield 6 Season 3

Battlefield 6 Season 3

Quelle: Battlefield @ Steam
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